Von Gesine Biermann

Gardelegen. Das nagelneue Dialysezentrum neben dem Altmark-Klinikum Gardelegen hat seinen Betrieb aufgenommen. Am Montag, 15. Juni, begann der Testlauf der hochmodernen Behandlungseinrichtung für Menschen mit Niedenerkrankungen. Für die betroffenen Patienten der Region bedeutet das ein großes Stück mehr Lebensqualität.

Zwei Tage lang war Testlauf. Am Montag wurden die ersten zehn Patienten behandelt. Ab Mittwoch, 17. Juni, läuft das Dialysezentrum im Vollbetrieb. Bis zu dreißig Patienten gleichzeitig können in dem hellen und freundlichen Flachbau behandelt werden. Die Kapazität werde aber nie voll ausgelastet, erläutert Nienfacharzt Dr. Stephan Wolter. So sei die Praxis auch auf Akutfälle vorbereitet, zum Beispiel auf Patienten, die im angrenzenden Gardeleger Altmark-Klinikum stationär behandelt werden und eine schnelle Dialyse benötigen.

Die Kollegen aus dem Krankenhaus können nun jederzeit auf einen Nierenfacharzt zurückgreifen können. Dies, so Wolter, ist auch einer der positiven Nebeneffekte, von dem vor allem die Patienten profitieren würden. "Schließlich machen wir ja ein Stück Intensivtherapie". Und die auch noch mit der modernsten Technik, die derzeit auf dem Markt ist. Die neuen Computer reagieren zum Beispiel automatisch darauf, wenn sich der Patient nicht so wohl fühlt, erkennen einen drohenden Kreislaufabfall und stellen die Dialyseparameter darauf ein. "Einige Patienten empfinden die Dialyse so als angenehmer", versichert Wolter.