Das "Geheimnis des Waldes" mit seinen Tieren und Pflanzen lüfteten am Freitag im Rahmen einer Theatervorstellung Ellen Heimrath und René Lubinski vom Kindermusiktheater Ellen Heimrath aus Leipzig in der Grundschule Tucheim.

Tucheim l Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse wurde dabei in spielerischer Form viel Wissenswertes über den Wald vermittelt.

Der Wald als Lebensraum, als Ökosystem, als Lunge, Wasserspeicher und Rohstofflieferant muss erhalten werden. Dies ist die Aussage des Stückes. Unter dem Motto "Mitgemacht - Mitgedacht!" wurden die Schüler bei viel Spaß, Musik und Spannung eingebunden, sich daran zu erfreuen, aber auch mitzudenken.

Die Kulisse in der Sporthalle versetzt alle Besucher inmitten eines Waldes. Tiere bevölkern die Baumwipfel und den Waldboden. Und der Uhu kauft sich zur Freude des Publikums ein Nachtsichtgerät, damit es mit dem Mäusefang besser funktioniert.

Die Geschichte des "Geheimnis des Waldes" ist schnell erzählt. Das Einhorn Galoppel jagt mit Höchstgeschwindigkeit durch den Wald, landet in einem Hornissennest und macht der Waldfee einen Heiratsantrag. Dabei stellt sich auch heraus, dass etwas im Wald nicht stimmt. Das ist eine wichtige Nachricht für Waldfee Elfi (Ellen Heimrath). Denn die linke Seite des Dunkelwaldes ist sehr krank. Während die rechte Seite des Waldes grünt und blüht, zeigt sich die linke Seite düster und grau. Dort singt kein Vogel, hoppelt kein Hase durch das Unterholz. Die Bäume sind kahl und das Gras ist verdorrt. Doch damit nicht genug liegt auch noch Müll im Bach, die Ameisenhaufen sind zerstört, die Nistkästen zerschlagen und Industriesmog liegt in der Luft. Was ist da nur geschehen?

Chef der Waldstation und Naturschützer helfen

Waldfee Elfi versucht nun, Großmutter Tanne um Rat zu fragen. "Sie hat durch ihre Wurzeln Verbindung mit allen Pflanzen und Bäumen des Waldes. Sie hört sie raunen und flüstern. Und sie weiß: Die linke Seite des Waldes hat beschlossen, erst wieder grün zu werden, wenn die Menschen den Wald achten und auf ihn aufpassen", so Waldfee Elfi.

Da sie das Problem aber nicht allein mit Einhorn Galoppel lösen kann, bittet sie Waldhüter Robin Hood und seine jungen Naturforscher, das Publikum, um Hilfe. Gemeinsam machen sie sich daran, den Wald zu retten.

Und so erfahren die Mädchen und Jungen durch Waldfee Elfi und dem Chef der Waldstation, Robin Hood, wie zum Beispiel ein Ameisenhaufen funktioniert. Ameisenkönig Amy hat viele Mitstreiter wie Männchen, Amme, Arbeiterin, Wächterin, Jägerin und sogar eine Melkerin. Die Kinder stellten diese dar. Zusammen mit den Kindern werden auch die Wachstumsphasen der Bäume dargestellt.

Robin Hood weiß zu berichten, dass Familie Dumm zum Picknick in den Wald gefahren war und dort ihren Müll einfach liegen gelassen, den Ameisenhaufen zertreten und Nistkästen heruntergerissen hat. Gemeinsam mit seinen jungen Naturforschern wird nun der Wald wieder in Ordnung gebracht. Und siehe da, die linke Seite des Dunkelwaldes wird wieder grün. Und da das Einhorn Galoppel glaubt, dass es deshalb ein Held ist, holt es sich von Waldfee Elfi auch die versprochene Belohnung, einen Kuss, ab.

"Was wäre, wenn der Wald nicht wär...", wird in einem Lied gefragt. Die Kinder haben es im Stück erfahren. Und auch noch eine Botschaft von Großmutter Tanne gab es mit auf den Weg: "Kein Lebewesen kann allein leben. Alles ist miteinander verbunden."

Zum Abschluss der rund einstündigen Veranstaltung überreichte Ellen Heimrath unter dem Beifall der Schüler der Grundschule die CD "Das Geheimnis des Waldes" zur Theateraufführung.

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