Wernigerode/Schierke (mpi) l Eine Architektengemeinschaft aus Berlin hat seine Vision für den Umbau des Natureisstadions in Schierke in Wernigerode gebaut. Auf der konstituierenden Sitzung des Sonderausschusses für Schierke hat Lars Krückeberg die Pläne vorgestellt. Er und seine drei Partner könnten den Zuschlag für die Projektierung erhalten, eine Entscheidung dazu soll auf der Stadtratssitzung am 11. Juli fallen.

Im Zentrum ihrer Vision steht ein scheinbar schwebendes Dach in Form eines Blattes. Der Rahmen soll nur an zwei Punkten von Fundamenten gestützt und mit einer Membran gespannt werden, wie sie in abgewandelter Form auch bei der Außenhülle der Münchner Allianz Arena zum Einsatz gekommen ist.

Krückeberg hat vor den Mitgliedern des Ausschusses klar gemacht, dass der anvisierte Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro nicht zu halten ist. Die Berliner Architekten rechnen mit einem Gesamtvolumen von 6 Millionen Euro.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hat es dazu Gespräche seitens der Stadtverwaltung mit dem Land gegeben, da auch die weiteren Architekten, die sich an der Ausschreibung beteiligt hatten, den angedachten Kostenrahmen nicht halten konnten. Aus dem Bauministerium ist laut Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) signalisiert worden, dass das Land die Kosten bis zu einer Grenze von 6 Millionen Euro zu zwei Dritteln tragen würde. Die Stadt müsste mit einem Eigenanteil von rund 2 Millionen Euro rechnen, sollte sich der Stadtrat mehrheitlich für das Konzept entscheiden. Geplant ist, das Natureisstadion, das unter Denkmalschutz steht, in den Jahren 2014/\'15 umzubauen. Das Projekt ist Teil des millionenschweren Ortsentwicklungskonzeptes.