Festlich geschmückt war das Havelberger Rathaus am Heiligen Abend. Traditionell öffneten sich die Türen für den Weihnachtsnachmittag für alleinstehende Senioren. Mit viel Musik und Zeit für Gespräche war für Gemütlichkeit gesorgt.

Havelberg l "Wir kommen schon seit Jahren hierher und es ist immer wieder sehr, sehr schön", sagt Christa Hohensee, die mit Anneliese Wegner an der festlich eingedeckten Tafel im Rathaussaal Platz genommen hat. Den Heiligen Abend nicht ganz allein verbringen zu müssen, sondern einige Stunden am Nachmittag in Geselligkeit bei guter Musik und Gesprächen verbringen zu können, schätzen die beiden Havelbergerinnen. "Wir haben den besten Bürgermeister, den es überhaupt gibt", sagt Christa Hohensee aus vollster Überzeugung und freut sich, dass diese Tradition fortgesetzt wird. Das sieht zum Beispiel auch Lisa Engel so, die sich auf das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern freute.

Bürgermeister Bernd Poloski, der am Vormittag zusammen mit seiner Mitarbeiterin Sigrid Wiedenhöft bereits die beiden Pflegeheime besucht hatte, ist der Gastgeber für den Weihnachtsnachmittag. Unterstützt wird er dabei von Kollegen und von freiwilligen Helfern wie Stadträtin Doreen Müller, der es wie den anderen auch eine Herzensangelegenheit ist, für die Senioren da zu sein. Mit rund 20 war deren Zahl dieses Mal etwas geringer. Doch war die Freude deshalb nicht weniger groß, als Domkantor Matthias Bensch mit seiner Frau Katharina, Judith Tetzlaff und Carl Städler mit Musik von Telemann den Nachmittag musikalisch eröffnete. Die Gäste lernten dabei das harmonische Spiel der "Havelberger Philharmonie" kennen, die der Kantor, der im Sommer seinen Dienst in der Hansestadt begann, leitet. Er lud dazu ein, am zweiten Weihnachtsfeiertag in den Paradiessaal zu gehen, wo zudem das Vokalensemble zu erleben war.

Schönhauser Bläser erfreuen die Gäste

Der Bürgermeister bedankte sich bei den Musikern, die sich trotz des straffen Programms zu Weihnachten die Zeit genommen hatten für dieses kleine Konzert im Rathaus. Seinen besonderen Dank richtete er an die Havelbergerin Judith Tetzlaff, die die Stadt mit ihrem Querflötenspiel schon oft unterstützt hat.

Stammgäste bei der Weihnachtsfeier sind die Schönhauser Bläser, die es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen ließen, die Senioren mit ihrem Spiel zu erfreuen.

Während Mandy Bäker und ihre Mutti, Peter Wernecke, Anja Heuschkel und Doreen Müller den Kaffee einschenkten, hielt der Bürgermeister einen kleinen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr, das mit der Hochwasserkatastrophe viel Leid über die Region brachte. "Unser großes Mitgefühl gilt den Betroffenen und wir freuen uns, dass viele mit großem Optimismus an den Wiederaufbau gehen und nach vorn gucken." Er hob den Zusammenhalt hervor, der sich in solchen schweren Zeiten wie zu den Fluten 2002 und 2013 zeigte. Aufmerksam machte das Stadtoberhaupt auf die Fotoausstellung in den Fluren des Rathauses, die beeindruckende Motive von Hochwassern aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts zeigen.

Das Jahr 2013 brachte aber auch viele erfreuliche Dinge, sagte Bernd Poloski und nannte zum Beispiel das moderne Schulzentrum, den Baubeginn an Krankenhaus und Seniorenzentrum sowie die Sanierungen im Dombereich, die zwar mit Blick auf die Buga geschehen, aber das Stadtbild nachhaltig positiv verändern.

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