Die Domersleber Schüler läuten ab heute ihre Festwoche anlässlich des 450-jährigen Schulstandorts ein. Als krönender Abschluss steht für Sonnabend die Schulnamenstaufe auf dem Festprogramm. Bereits am Freitag hatte es ein Wiedersehen zahlreicher ehemaliger Lehrer gegeben.

Domersleben l "450 Jahre Schule in Domersleben" - anlässlich dieses Standortjubiläums wird es am Sonnabend, 27. April, ab 10 Uhr im hiesigen Schafstall eine Feierstunde zur Schulnamenstaufe geben. Der Domersleber Einrichtung wird der Name "Martin Selber" verliehen. Die Idee, mit dieser Taufe dem ehemaligen Orts- und Schulchronisten ein Denkmal zu setzen, hatte auch beim jüngsten Ehemaligentreffen Freitagnachmittag im Domersleber Kulturhaus unter allen Gästen Zustimmung gefunden und Applaus geerntet.

Martin Selber (1924 - 2006) ist der Künstlername von Martin Merbt, der neben der Domersleber Ortschronik 50 weitere Bücher herausgegeben hat. "Gut, dass ihr euch diesen Namen ausgesucht habt", meinte auch die ehemalige Lehrerin Alice Bury in ihrer Ansprache. "Martin Selber hat an unserer Schule viel bewegt. Er hat neben einer Akkordeon-Gruppe auch die Arbeitsgemeinschaft der jungen Funker ins Leben gerufen sowie die Foto- und Historiker-AG geleitet. Ihm haben wir vieles zu verdanken", erzählte die seit 1990 pensionierte Lehrerin.

"Ich hoffe, dass die Grundschule hier im Ort den Namen noch lange tragen wird", sagte die Seniorin in Anspielung auf die Schulschließungsdebatte. Alice Bury, die selbst 24 Jahre lang an der Domersleber Schule tätig war, fordert "dass sich die Stadträte dafür einsetzen sollten, an allen fünf Schulstandorten der Einheitsgemeinde festzuhalten." Auch dafür gab es von allen Seiten Applaus.

"Frau Bury war damals übrigens meine Deutschlehrerin", schob die 57-jährige Karin Nielebock, die in Domersleben 1962 eingeschult worden war und bereits selbst seit 22 Jahren den Schulleiterposten inne hat, ein. Beim großen Wiedersehen im Kulturhaus mit dabei war auch Karin Nielebocks ehemaliger Sportlehrer Siegfried Kindler. "Ich war von 1963 bis 1973 an der Domersleber Schule tätig. Für mich waren das zehn schöne Lehrjahre", sagte der seit 2003 Pensionierte. Er sagte zu, bei der für morgen für die 87 Grundschüler geplanten Friedensfahrt vorbeischauen zu wollen. "Auch ich hoffe, dass die Schule, so wie sie ist, noch lange bestehen bleiben wird." Zur großen Jubiläumsfeier, die am Sonnabend 10 Uhr beginnt, sind alle Anwohner, Ehemaligen und interessierten Bürger eingeladen. Nach der Zeremonie soll an und in der Schule weitergefeiert werden, kündigt das Lehrerkollegium an.

 

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