Die Mini-Marathonis aus dem Sülzetal sind beim 37. Leipziger Stadtwerke-Marathon an der Start gegangen. Am Sonntag geht es für sie zum 7. Maiglöckchenlauf nach Hohendodeleben und eine Woche später zum 11. Magdeburger Elb- brückenlauf.

Sülzetal l In Leipzig gingen 51 Mini-Marathonis, 47 Schüler, zwei Papas, Mario Petraschka und Sportlehrer Steffen Armgart an den Start. Begleitet wurden sie wie immer von treuen Fans, denen der Weg in die sächsische Metropole nicht zu weit war. "An dieser Stelle geht mein Dank gleich an alle Eltern und Großeltern, die uns stets begleiten und vor allem kräftig anfeuern", so Steffen Armgart.

Parallel zu den Marathonveranstaltungen in London, Nagano und Hamburg gingen in Leipzig 8823 Sportler aus 69 Ländern an den Start. Zahlreiche Läufer trugen Trauerflor und symbolisierten so ihre Verbundenheit mit den Opfern des Boston-Marathons. Und bevor die Wettkämpfe um 10 Uhr starteten, wurde mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht.

Die Teilnehmer konnten zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Distanzen wählen. Erstmalig wurden beim Leipzig-Marathon die deutschen Meisterschaften im Inlineskating über die Halbmarathondistanz ausgefahren. "Es war schon spannend zu sehen, mit welchem Tempo die Läufer fahren. Mitten im Teilnehmerfeld war mit Claudia Pechstein auch eine fünffache Eisschnelllauf-Olympiasiegerin vertreten. Neben ihr zeigte sich noch so manches prominente Gesicht aus Politik und Sport in den verschiedenen Rennen", berichtet Steffen Armgart aus Leipzig.

Premiere für den Mannschaftsmarathon

Hatten die Mini-Marathonis in Celle während ihres ersten Starts in diesem Jahr noch mit Schnee und Eis zu kämpfen, waren die Wetterbedingungen in Leipzig nahezu optimal. Und so fieberten die Läufer aus dem Sülzetal ihren Starts entgegen. Um 11 Uhr wurde der Schüler- Mannschaftsmarathon gestartet, ein Wettkampf, den die Sülzetaler noch nicht kannten. "Jeweils zehn Schüler bildeten ein Team und jeder musste 4,2 Kilometer laufen. Genau vier Mini-Marathonis-Mannschaften gingen an den Start, um sich mit 26 Leipziger Schulen zu messen. Als einzige nicht Leipziger Schule durften wir daran teilnehmen und es war toll zu sehen, wie super sich ¿meine Kinder\' geschlagen haben", berichtet nicht ohne Stolz Steffen Armgart.

Das erste Team aus dem Sülzetal benötigte für die Marathondistanz von 42 Kilometern 3:16:49 und kam im Mittelfeld ins Ziel. "Aber Zeiten und Platzierungen sind für mich nicht wichtig. Mir geht es um das Laufen schlechthin und alle ¿meine Minis\' haben im Feld der etwa 500 Schüler bravourös gekämpft und im Ziel eine schöne Medaille erhalten", freut sich Steffen Armgart.

Der nächste Wettkampf mit Sülzetaler Beteiligung war der Halbmarathon. Mit Nicky Richter und Sebastian Möhrstedt liefen zwei Papas über die 21 Kilometer. Hinzu kamen Mario Petraschka und Steffen Armgart. Auch in diesem Starterfeld war viel Prominenz vertreten. "In so einem erlesenen Feld durch das wunderschöne Leipzig zu laufen, hat schon was Besonderes", meint Steffen Armgart.

Abschließend wurden die Zehn-Kilometer-Läufer auf den Weg geschickt. Mit Lukas Steinecke (7b), Jan Lang, Michel Preiß, Philipp Magel (alle 7a), Nico Alsleben, Lukas Schopf (beide 9b ) und Jan Oeltze (10a) vertraten sieben Jungs die Ganztagsschule Sülzetal über diese Distanz. Zeitschnellster an diesem Tag war Jan Oeltze. Ihm folgte Jan Lang, der sich den dritten Platz in seiner Altersklasse erlief.

"Allen 51 Finishern sei an dieser Stelle gratuliert. Einmal mehr hat es mich tief bewegt und beeindruckt, was für tolle Mädchen und Jungen wir an unserer Schule haben und zu welchen Leistungen sie fähig sind, wenn sie gefordert und gefördert werden", meint Steffen Armgart. "Abschließend möchte ich mich noch bei Steffi und Olaf Wendler, Eltern von Tony aus der 7a, für ihre sehr großzügige Spende bedanken und auch bei Guido Heuer für seine Unterstützung."

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