Der Sülldorfer Mike Höpfner nimmt in Washington an der Weltmeisterschaft für Feuerwehrmänner und Polizisten teil.

Sülldorf l Vor dem Sülldorfer Ortswehrleiter Mike Höpfner, seiner Freundin Michaela Köppe und zwei weiteren Feuerwehrmännern und 17 Polizeibeamten aus Sachsen-Anhalt liegen ereignisreiche Tage. Sie vertreten die Fahnen Deutschlands bei den Weltmeisterschaften für Feuerwehrmänner und Polizisten, die in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington stattfinden.

Mike Höpfner, der als Berufsfeuerwehrmann im Einsatzdienst in Magdeburg arbeitet, wird bei den Weltmeisterschaften in der Leichtathletik starten. Der 43-Jährige tritt im 3000-Meter-Hindernislauf, über 400 Meter Hürden und im Stabhochsprung an.

Für Höpfner sind es bereits die 6. Weltmeisterschaften für Feuerwehrmänner, bei denen er startet, und die alle zwei Jahre stattfinden. Gerne erinnert er sich noch an die vergangenen Meisterschaften, die im nordirischen Belfast stattfanden und perfekt organisiert waren. Etwa 8 000 Sportler aus vielen Ländern der Erde gingen dort an den Start. Höpfner konnte in seiner Altersklasse U 40 im Stabhochsprung den dritten Platz und im Zehnkampf den zweiten Platz erringen. "An diese Leistungen möchte ich in Washington anknüpfen", sagte der Feuerwehrmann am Mittwoch.

Um seine sportlichen Ziele bei der Weltmeisterschaft zu erreichen, trainiert Mike Höpfner mindestens vier Mal in der Woche. Um die höchst anspruchsvolle Technik beim Stabhochsprung zu verbessern, nutzt er beim Training das Leichtathletikstadion des Magdeburger Olympia-Stützpunkts. Aber auch rund um Sülldorf können Spaziergänger den drahtigen Mann in den Salzwiesen laufen sehen. "Sport spielt in meinem Leben eine große Rolle und bereichert es", gibt er zu verstehen.

Neben dem sportlichen Wettstreit mit Feuerwehrleuten aus vielen Nationen steht für Mike Höpfner das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen im Vordergrund seiner Reisen rund um den Erdball. Deshalb freue er sich besonders darauf, mit seiner Freundin die Sehenswürdigkeiten Capitol und Weißes Haus in Washington kennenzulernen.

Ein wenig Bammel hat Mike Höpfner hingegen vor den seit Wochen in der amerikanischen Hauptstadt herrschenden Temperaturen von um die 35 Grad Celsius. "Wir kommen aus dem quasi herbstlichen Deutschland in diese Sommerhitze", nennt Höpfner eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, die den Reiz der sportlichen Auseinandersetzung noch steigere. Das Abenteuer USA beginnt für Mike Höpfner und die anderen Feuerwehrleute heute um 5 Uhr morgens mit der Abfahrt nach Berlin zum Flughafen. Via Frankfurt/Main startet der Flieger dann nach Washington/USA.