Ahlum l Rund 140 Fords standen am Wochenende am Ahlumer See. Grund: Die Ford Devils Altmark richteten zum dritten Mal ein Treffen, für Liebhaber dieser Automarke aus. Und die Fans kamen aus allen Teilen der Republik in die Altmark.

Der Ursprung der Veranstaltung liegt noch nicht lange zurück. 2011 feierten die Devils ihr zehnjähriges Bestehen und verbanden die Feier in Kuhfelde mit einem Ford-Treffen. "Damals kamen 70 Autos", erinnert sich Oliver Rettig, Vorsitzender des Vereins. Vergangenes Jahr gab es dann die Premiere am Ahlumer See noch mit 110 Pkw. "Wenn die Veranstaltung weiter in diesen Ausmaßen wächst, stoßen wir langsam an eine Platzgrenze. Aber wir bleiben auf jeden Fall in Ahlum", erklärt Frank Friedrichs, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Dass die Teilnehmerzahl auch im nächsten Jahr steigt, ist nach dem gelungenen aktuellen Treffen zu erwarten. Die Ford Devils Altmark haben sich jede Menge einfallen lassen. Unbestrittener Höhepunkt war der Spaß-Wettkampf der Ford-Clubs. Zunächst gingen sieben Mannschaften beim Triathlon an den Start. Von der kleinen Badestelle neben der Fischerhütte schwammen die Teilnehmer zum gegenüberliegenden Ufer des Sees. Von dort mussten die Läufer ungefähr den halben See umrunden, um den Staffelstab an das letzte Teammitglied zu übergeben. Dieses musste sich bei knapp 30 Grad in einen Schlafsack zwängen und 20 Meter über die Wiese robben. Und bevor es endgültig ins Ziel ging, hieß es für den dritten Starter rechnen - 42 x 43 + 23 x 9.

Das zweite Spiel sorgte ebenfalls für gute Laune. Zwei Mann saßen in einem Boot und hatten jeweils ein Ruder in den Händen. Ziel war es, eine Boje zu umrunden. Doch da es schwierig war, die beiden Ruder zu koordinieren, kamen einige Besatzungen vom Kurs ab. Die finale Aufgabe verlangte ebenfalls Geschick. Drei Biergläser standen auf einem Brett. Diese mussten von drei Leuten gleichzeitig ausgetrunken werden. Gläser anfassen verboten - lediglich das Brett durften die Teilnehmer anheben.

Vor und nach den Spielen gab es jede Menge Zeit, um sich die Fahrzeuge anzuschauen - und es gab einige Hingucker. Johann Jentgens aus Geilenkirchen bei Aachen hat seinen Ford Ranger komplett in Western-Optik gestalten. Motorhaube und Seitenpartien schmücken Airbrush-Zeichnungen von Indianern, General Custer und der Prärie. Außerdem ist Jentgens das beste Beispiel dafür, dass Tuning keine Altergrenze kennt. Der Nordrhein-Westfale hat mit seinen 76 Jahren noch lange nicht die Lust am Schrauben verloren. "Ich habe bereits 1975 mit dem Tunen angefangen. Damals war es noch wahnsinnig teuer", erinnert sich Johann Jentgens.

Einen weiteren automobilen Hingucker brachte Thorsten Mues aus Hannover mit. Er hat einen Ford Econoline, der von 1984 bis Ende der 90er als Krankenwagen im US-Bundesstaat Kalifornien genutzt wurde, umgebaut. Dabei hat der Schrauber die Geschichte des Autos erhalten. Sirene und Signalleuchten sind noch immer funktionstüchtig und die Grundfarbe ist weiterhin Rot. Doch der Innenraum erinnert nicht mehr an einen Rettungswagen. Dort hat sich der Hannoveraner ein Bett eingebaut. Ganz fertig ist er mit dem Umbau seines Ford aber noch nicht.

Wie sich das Fahrzeug entwickelt, ist vielleicht schon im nächsten Jahr zu sehen. "Wir planen auf jeden Fall eine vierte Auflage des Ford-Treffens", sagt Oliver Rettig. Bei entsprechender Resonanz wolle er bis dahin versuchen, dass Areal zu vergrößern.

   

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