Stapen (wmo) l Während nach wie vor unklar ist, wo die etwa 150 Schweine, die seit einigen Tagen illegal auf einem Stapener Hof untergebracht sind, nach der Fristsetzung des Altmarkkreises (wir berichteten), künftig unterkommen, ist für einige der Tiere der Ausflug in die Altmark bereits zu Ende. Wie Reinhard Kassen von der beteiligten Tierschutzorganisation "Animal-Peace Tierhof" der Volksstimme bekanntgab, wurden bei der Vor-Ort-Besichtigung der Anlage durch Mitarbeiter des Altmarkkreises am Mittwoch vier Schweine zur Untersuchung in die Tierklinik Hannover abtransportiert. Am Donnerstag wurden die Tiere nach Kassens Angaben dort getötet. "Die Spuren der Massentierhaltung waren schon rein äußerlich unübersehbar", wies der Aktivist auf seiner Facebook-Seite auf die Herkunft der Tiere aus einem inzwischen stillgelegten Maststall im bayerischen Buttenwiesen hin. Von dort hatten Tierschützer die Schweine freigekauft, um sie vor der Schlachtung zu retten.

Grund für die Einweisung in die Klinik, die auf Verlangen des für die Aktion verantwortlichen Vereines Rüsselheim erfolgte, sind allerdings Verletzungen, die sich die Tiere während des 566 Kilometer langen Transports nach Stapen zugezogen haben. "Es handelte sich um gebrochene Beine, Bänderdehnungen und ähnliches", bestätigte Kreis-Ordnungsamtsleiter Hans Thiele gestern auf Nachfrage der Volksstimme.