Der Polizei ist ein Schlag gegen randalierende Jugendliche gelungen. Die Beamten erwischten kürzlich zwei männliche und vier weibliche Personen auf frischer Tat, die nachts auf das Gelände des Friedrich-Schiller-Gymnasiums eingedrungen waren.

Calbe l Die nächtlichen Streifzüge durch die Saalestadt hatten sich wieder einmal gehäuft. Die Volksstimme berichtete erneut über umgeknickte Verkehrszeichen, umgeworfene Papierkörbe, zerstörte oder gestohlene Blumenkübel im Stadtgebiet - einem Problem, mit dem Calbe seit Jahren kämpft.

Das Bild der Verwüstungen zeigte sich häufig an einem Montagvormittag. "Erst Anfang vergangener Woche kam wieder eine Anzeige wegen eines abgerissenen Papierkorbs", sagt Ordnungsamtsleiter Rainer Schulze. Wie bei anderen Vorfällen auch, war auch wieder die Wilhelm-Loewe-Straße betroffen.

Polizeipräsenz aufgrund Negativschlagzeilen erhöht

Neben den Zerstörungen verunstalteten Unrat und Papier die gesamte Straße.

"Aufgrund der Negativschlagzeilen zu den gehäuft auftretenden Verwüstungen im Calbenser Stadtgebiet haben wir nach unseren Möglichkeiten die Präsenz erhöht" sagt Polizeihauptkommissar Stephan Weiß gegenüber der Volksstimme. Der Leiter des Revierkommissariats Schönebeck ergriff Initiative und wies den Einsatzdienst an, vor allem an Wochenenden und insbesondere zur Nachtzeit die Streifentätigkeit in der Saalestadt und den angrenzenden Ortsteilen zu verstärken. Ziel war es einerseits, erneute Schäden zu vermeiden und zum anderen mögliche Störer auch namentlich zu erfassen.

Landesbereitschaftspolizei ist mit Beamten vor Ort

Am Donnerstagabend gegen 23 Uhr gelang es den Beamten schließlich, sechs Jugendliche auf frischer Tat zu erwischen, die auf das Gelände des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in der Großen Angergasse eingedrungen waren. "Nach Zeugenhinweisen konnten zwei männliche und vier weibliche Personen in der Schlossstraße gestellt werden", sagt Stephan Weiß.

Durch Anwohner sei zudem bekannt geworden, dass es sich auch um diejenigen Jugendlichen handeln soll, die seit geraumer Zeit für nächtliche Unruhen beispielsweise durch Umstoßen von Mülltonnen sorgten. Um eine stärkere Präsenz im Zuständigkeitsbereich des Revierkommissariates zu erreichen, seien Beamte der Landesbereitschaftspolizei zur Unterstützung angefordert worden. Diese Beamten kamen auch am Donnerstag in der Saalestadt zum Einsatz.

"Im Fall der Jugendlichen laufen die Ermittlungen", sagt Stephan Weiß. Dabei soll eine mögliche Mittäterschaft bei weiteren Vandalismusfällen in der Vergangenheit geprüft werden. Der Polizei- hauptkommissar betont, dass ein effektives Eingreifen der Beamten nur auf Grundlage von konkreten Hinweisen aus der Bevölkerung möglich sei und appelliert an die Aufmerksamkeit der Bürger. Die Stadtverwaltung jedenfalls dankt dem Leiter des Revierkommissariats Schönebeck für seine umsichtige Entscheidung, Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten und hoffentlich weitere Schäden im Stadtgebiet zu vermeiden.