Ihre diesjährigen besten Züchtungen haben an diesem Wochenende die Hecklinger Rassegeflügelzüchter gezeigt. 236 Tiere stellten die Vereinsmitglieder dazu im Stadtsaal Stern aus.

Hecklingen. Im Stadtsaal gackert es. Bereits vor der Tür sind die über 230 Enten, Hühner, Zwerghühner und Tauben zu hören. Ein Wochenende lang zeigen die Mitglieder des Rassezuchtvereins Hecklingen ihre diesjährigen Zuchterfolge. 24 Mitglieder des Vereins beteiligen sich an der Ausstellung. Sie gilt für die Hecklinger auch als Vorbereitung für die kommenden Ausstellungen. Hier können sich die Züchter einen ersten Überblick verschaffen, wie die Preisrichter die Tiere sehen, meint Ausstellungsleiter Rolf Arnhold. Der 76-Jährige ist mit seinen Tieren sehr zufrieden. "Ich habe insgesamt vier Pokale gewonnen", schildert er. Seit 60 Jahren bleibt er seinem Hobby treu.

Auch jungen Mitgliedern will er zeigen, dass die Rassezucht sehr viel Freude machen kann. Zwei jugendliche Aussteller haben sich am Wochenende beteiligt. Der Nachwuchs bleibt allerdings Mangelware bei den Züchtern.

In diesem Jahr, so Rolf Arnhold weiter, sei es nicht optimal für die Rassezucht gelaufen. Das Wetter sei vor allem daran schuld. "Unsere Zuchtfreunde mussten viel Geduld in diesem Jahr aufbringen", sagt er. Zuerst begann das Jahr sehr kalt. Dadurch seien die Nachzuchten um einige Wochen verspätet gewesen. Dann machten Tieren und Menschen der Regen zu schaffen. "So bildet sich das volle Gefieder erst später. Außerdem vollzieht sich der Gefiederwechsel länger", beschreibt er. Für die Austellungen ist das Äußere der Tiere jedoch entscheidend. Hiernach bewerten die Preisrichter die Tiere. Viel helfen oder tricksen können die Züchter dabei nicht. Sie müssen einfach warten.

Dennoch ist Rolf Arnhold optimistisch. Anfang Dezember nehmen die Hecklinger an der Kreisschau in Förderstedt teil. Auch hier wollen sie viele Pokale und Preise gewinnen. Anschließend geht es dann im nächsten Jahr zur Bundesschau nach Leipzig. Auch hier werden Hecklinger Tiere gegen eine starke bundesweite Konkurrenz antreten, freut sich Rolf Arnhold auf die große Ausstellung. Und dann beginnt für die Rassezüchter bereist das nächste Zuchtjahr. Vielleicht, sagt er, haben wir dann wieder etwas mehr Glück mit dem Wetter.

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