Der Campus der Hochschule soll nach dem Willen von Prorektor Prof. Wolfgang Patzig als ein Stück Stadtgestaltung offen für alle Stendaler sein. An der Gestaltung der acht Hektar großen Außenanlagen an der Osterburger Straße beteiligt sich die Kreissparkasse mit 10 000 Euro. Nächstes Bauprojekt ist ein Studentenwohnheim.

Von Reinhard Opitz

Stendal. Der Hochschulcampus ist seit Jahren Baustelle und wird es auch noch einige Jahre bleiben. Die neue Mensa ist in Betrieb; das dritte der ehemaligen Kasernengebäude ist äußerlich fertig saniert und wird voraussichtlich im Februar/März nächsten Jahres übergeben. Bis dahin dürfte die nächste Baustelle auf dem Hochschulgelände eröffnet sein.

Das Studentenwerk Magdeburg, das auch für die Mensa als Bauherr fungierte, will bereits im Oktober nächsten Jahres sein Studentenwohnheim beziehen. Wie Prorektor Prof. Wolfgang Patzig gestern sagte, soll der Neubau mit geplanten 60 Wohneinheiten in Verlängerung des dritten Gebäudes – das Haus 1 auf dem Campus darstellt – an der Straße der Demokratie entstehen. In der nächsten Woche werde der Architektenvertrag für das Projekt vergeben.

Parallel zu diesem Baugeschehen und zeitlich darüber hinaus reichend, soll das acht Hektar große Umfeld der Hochschulbauten in den nächsten zwei bis drei Jahren nach Plänen des Schönfelder Landschaftsarchitekten Hubertus von Rundstedt gestaltet werden. Die Kreissparkasse Stendal beteiligt sich am ersten Abschnitt mit 10 000 Euro, sagte Vorstandschef Dieter Burmeister gestern dem Schatzmeister des Hochschulförderkreises, Werner Schulze, zu. Nach dem "sehr erfreulichen Jahresabschluss 2009", so Burmeister, habe er sich mit Landrat Jörg Hellmuth darüber verständigt, mehrere Projekte zu fördern und speziell in die Bildung zu investieren.

Der Entspannung der Studierenden, aber auch ihrer Bildung soll der neugestaltete Campus tatsächlich dienen. So entstehen unter anderem zwei Seminarräume im Freien zum Studieren im Grünen, wie Werner Schulze gestern erläuterte. Auf aufgeschütteten Wällen, die zugleich als Schallschutz zur Straße hin dienen, sollen Sitzbänke und Sonnensegel installiert werden. Der drahtlose Internetzugang über das WLAN-Netz wird diese Anlage zu einem vollwertigen Sommerhörsaal machen.

Nach dem Willen von Prorektor Wolfgang Patzig soll der Campus offen für alle Stendaler sein. "Auch die Jugendlichen aus der Nachbarschaft können die geplanten Sportanlagen nutzen", sagte er. Insofern verstehe er die Pläne für das Hochschulumfeld auch als "ein Stück Stadtgestaltung".