Stendal. Zu den vielen Problemen beim neuen Schülerbusverkehr seit 1. November sprach Egmar Gebert mit Landrat Jörg Hellmuth (CDU).

Volksstimme: Sie sprachen davon, dass nach den Anlaufschwierigkeiten Maßnahmen eingeleitet werden. Welche sind das?

Jörg Hellmuth: Stendalbus sowie der Landkreis Stendal arbeiten derzeit an der Lösung aller bekannten Problemfälle. Oberste Priorität haben die Fälle, die mit der pünktlichen Erreichbarkeit der Schulen und der Sicherheit der Fahrgäste im Zusammenhang stehen. Werden in Bussen die Kapazitätsgrenzen erreicht, werden zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Das Fahrpersonal wird nochmals hinsichtlich Fahrtrouten und Fahrscheintechnik geschult. Außerdem werden dort, wo es notwendig ist, Änderungen im Fahrplan vorgenommen. Der Landkreis Stendal bittet aber auch die Eltern und Schüler an der Problemlösung mitzuwirken. Alle Schüler sollen nur die für sie eingeplanten Busse nutzen, da sonst ein Bus überfüllt und ein weiterer ohne Fahrgäste fährt.

Volksstimme: Was ist jetzt schon besser geworden?

Helmuth: Verspätungen wurden zum Großteil abgestellt. Umstiege wurden sichergestellt, etwa für Osterburg nach Seehausen. Wir haben zusätzliches Personal eingesetzt, um Fahrkartenverkäufe zu beschleunigen. Einzelne Touren wurden verändert; etwa von Heeren, wo es dann problemlos lief. Zudem wird Fahrpersonal wird nochmals im Umgang mit Fahrscheintechnik und Fahrtrouten geschult.

Volksstimme: Wo gibt es nach wie vor Probleme oder wo sind neue aufgetaucht?

Hellmuth: Durch zahlreiche Anrufe ist die Mobilitätszentrale nur schwer oder gar nicht erreichbar. Teilweise sind noch Verspätungen möglich. Schüler warten nicht auf die Busse, sondern gehen nach Hause oder nehmen andere Busse, die dann überfüllt sind. Busse werden durch Eltern und andere Personen blockiert und an der Weiterfahrt gehindert, was zu Verspätungen führt.