Ein weiterer Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss einer sehr erfolgreichen Vereins-und Ausbildungsarbeit im Stendaler Dienst- und Gebrauchshundesportverein an der Haferbreite stellten am Sonnabend die Prüfungen um den begehrten "Stelle-Herbstpokal" dar.

Stendal. Als erste Aufgabe stand in den frühen Morgenstunden die Fährtenarbeit auf dem Programm. Der Wind, vermischt mit Regen, und ein matschiger Untergrund in der Feldmark am Rande von Stendal erschwerten die Bedingungen erheblich. Die guten Nasen der Vierbeiner waren auf der zirka 1000 Meter langen Strecke gefragt. Denn es galt, drei ausgelegte Gegenstände aufzuspüren. Wobei der Hundeführer an der zehn Meter langen Führleine folgten.

Der Hund "Findus" von Reinhold Horn, der Pokalgewinner aus dem Vorjahr, hatte dabei die "Nase vorn" und erreichte 97 von 100 möglichen Punkten. Zurückgekehrt auf das Vereinsgelände und zu einem wärmenden Getränk, standen anschließend die Begleithundprüfungen für die beiden Hunde "Boss" von Jens Langnäse und "Buffy" von der einzigen weiblichen Teilnehmerin, Anke Völzke, auf dem Plan. Prüfungsleiter Uwe Lemme, Wertungsrichter Rolf Eberhardt aus Oschersleben und auch die zahlreichen Hundefreunde sowie die Vereinsmitglieder verfolgten dabei das Auftreten der Zwei- und Vierbeiner aufmerksam.

Aufgeregt und mit etwas Lampenfieber wurde das Können, welches man in vielen Übungsstunden trainiert hatte, wie die optimale Leinenführung, die Ausführungen der Kommandos, das Verhalten in einer Menschengruppe oder im Straßenverkehr, bewertet.

Große Freude für das Urteil "Bestanden"

Die Freude bei beiden Prüflingen war groß, als das Urteil "Bestanden" verkündet wurde. Andere Hunde, die schon die Begleithundprüfung bestanden und eine gewisse Punktzahl bei anderen Wettbewerben erreicht haben, stellten sich mit dem Herrchen der Schutzhundprüfung I oder II.

Neben Sprüngen über Hindernisse, dem Ablegen von Bringehölzern ging es recht turbulent auf dem Übungsgelände zu, als die Hunde unter den aufmunternden Rufen von Herrchen Verstecke auf dem Platz abliefen, um einen vermeintlichen Täter – hier erfüllte Reiner Becker in entsprechender Schutzkleidung diese Rolle – aufzuspüren und zu "verbellen". Die meisten Punkte sammelte Schäferhund "Seiko" von René Wetzel.

Nach jeder absolvierten Disziplin erfolgte eine offene Auswertung, wo das Zusammenwirken zwischen Hund und Halter, die positiven oder verbesserungsnotwendigen Aspekte vom Wertungsrichter genannt und mit Punkten belegt wurden. Wobei andere Hundeführer dabei manche Tipps und Hinweise mitnehmen konnten. Bei allem Ernst und Prüfungsergebnissen, die Streicheleinheiten oder Leckerlies für die Vierbeiner wurden nicht vergessen. "Man muss den Teilnehmern eine gute Ausbildungsarbeit bescheinigen", lautete das Fazit der beiden Verantwortlichen.

Zum Abschluss freute sich besonders René Wetzel, denn sein siebenjähriger Hund "Seiko" erreichte 280 von 300 möglichen Punkten und wurde damit "Stelle-Pokal"-Sieger.

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