Seit 2008 gibt es die Lokale Aktionsgruppe Uchte-Tanger-Elbe. Vertreter aus Tangerhütte, Tangermünde und Stendal arbeiten darin mit. Ihr Ziel: Projekte in der Region zum Leben zu erwecken, die die Altmark lebenswert machen. 30 Projekte wurden bislang mit Mitteln aus dem Leaderprogramm gefördert. Für weitere 35 können bis März 2011 Förderanträge gestellt werden.

Von Anke Hoffmeister

Stendal. Der Dorfplatz am Elberadweg von Ringfurth soll radfahrerfreundlich werden. Die Kirchen in Dahrenstedt, Jerchel und Borstel warten auf Sanierung. Der Kunsthof Dahrenstedt braucht ein dichtes Dach über dem Kopf, konkret bedeutet es, dass das Museum Landform sowie Gästehaus und Atelier saniert werden müssen. Auch die Lebenshilfe in Uchtspringe und Tangerhütte hat sich darum bemüht, für ihre Projekte finanzielle Unterstützung zu bekommen. Gleiches gilt für Miltern, seit Januar Ortsteil der Stadt Tangermünde. In dem kleinen Dorf gibt es seit wenigen Jahren eine kommunale Begegnungsstätte mit angeschlossener Gastronomie. Die Gaststätte wurde von der Gemeinde an Betreiber verpachtet und ist seitdem ein beliebter Anlaufpunkt für die Milterner, für Einwohner der Region und im Sommer auch für Radfahrer. Jetzt muss dieser Treffpunkt saniert und in diesem Zusammenhang wärmegedämmt werden.

Auch wurde seitens des Kirchlichen Verwaltungsamtes in Stendal der Versuch unternommen, auf diesem Wege einen Partner zu finden, der für die kleine Dorfkirche in Grobleben Geld zur Verfügung stellt. Eigentlich ist das Gotteshaus rundum saniert. Doch aufgrund eines statischen Mangels war die Kirche vor drei Jahren baupolizeilich gesperrt und nach einem Jahr mit einer Notsicherung aus Holzbalken wieder eröffnet worden. Diese Sicherung schmückt nach wie vor den Eingangsbereich des Gotteshauses. Erst wenn der Turm wieder auf sicheren Füßen steht, darf die Kunst der Zimmerer verschwinden.

All diese Projekte und noch etliche mehr hatten die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Uchte-Tanger-Elbe vor wenigen Tagen während einer Mitgliederversammlung bestätigt. Finanzielle Unterstützung für die ingesamt 35 von 38 bestätigten Projekten könnte es künftig über das Programm Leader geben. Entsprechende Anträge auf Förderung müssen die Einreicher dieser Projektideen bis März nächsten Jahres beim Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung abgeben. Erst hier wird letztendlich entschieden, ob die von der LAG befürworteten Projekte auch finanziell gestützt werden. Das Geld für das Förderprogramm Leader kommt zu 80 Prozent aus der Europäischen Union.

Während ihrer Versammlung auf dem Reiterhof Albrecht in Buch hatten die Mitglieder der Aktionsgruppe Uchte-Tanger-Elbe außerdem zwei Projekte beschlossen, die den Aufbau von Kooperationen und Vernetzungen im Bereich von Kunst und Kultur zum Ziel haben. Hier entscheidet das Landesverwaltungsamt über finanzielle Unterstützung.

Seit 2008 gibt es die LAG Uchte-Tanger-Elbe – ein Zusammenschluss von Vertretern aus den Verwaltungen Tangerhütte, Stendal und Tangermünde. Ihr Ziel ist es, mit Projekten in der Region für eine Bereicherung zu sorgen, das Leben in der Altmark, vor allem im ländlichen Raum attraktiver zu gestalten, Angebote zu schaffen, die Menschen verbinden, die Menschen anziehen und somit für mehr Lebensqualität sorgen.