Stendal (dan). "Es ist nicht der einzige Chor, der bei uns zur Weihnachtszeit singt, aber er bringt viel Frische rein", sagte am Montagabend Pfarrer Ulrich Paulsen. Der Seelsorger des Johanniter-Krankenhauses begrüßte etwa 30 Mitglieder des "Altmark-Ensembles" und freute sich auf die nunmehr dritte Singaktion des Chores in Stendal.

Die Männer und Frauen begannen mit ihrer weihnachtlichen Gesangsdarbietung in der Mitte von Station 11 im Bettenhaus des Krankenhauses. Die Schwestern öffneten alle Zimmertüren, sodass alle Patienten die Weihnachtslieder auch hören konnten. "Das ist eine wirklich schöne Aktion. So bekommt man ein Gefühl für Weihnachten", sagte Stationsschwester Astrid Arndt.

Wer sich aus dem Bett erheben konnte, stellte sich in die Tür seines Zimmers und lauchte Liedern wie "Oh du Fröhliche" oder "Macht hoch die Tür." Patient Kurz Wiese genoss die abendliche Ablenkung. "Das war wirklich schön", sagte der Lüderitzer und applaudierte.

Nach etwa vier Stücken gingen die Männer und Frauen eine Etage tiefer und arbeiteten sich so über die Station 10 bis zur Station 8 im Erdgeschoss. Dann ging Chorleiter Sebastian Weidenhagen mit seinem Ensemble in die Chirurgie und sorgte noch einmal bei Patienten der siebten und sechsten Station für etwas Weihnachtsfreude.

"Wir haben so etwas schon einmal vor über 20 Jahren gemacht, aber irgendwann ist diese Tradition eingeschlafen. Es ist schön, das wir sie nun fortsetzen können", sagte Peter Friedrich, Vorsitzender des Altmark-Ensembles.

"Das ist ein Wohlklang zum abendlichen Träumen", lobte Pfarrer Paulsen den Chor. Etwa 180 Patienten kamen am Montag in den Genuss weihnachtlicher Vokalmusik. "Die übrigen Patienten besingt am der Chor der Musik und Kunstschule Stendal", sagte Paulsen. Somit geht das Singen im Haus morgen weiter.