3200 mal rückte in diesem Jahr der Pannendienst im Raum Stendal aus, um defekte Autos auf den Straßen wieder fahrtauglich zu machen. Die sogenannten "Gelben Engel" haben gerade im Winter Hochkonjunktur.

Stendal. "Das einen Freud, ist das anderen Leid". Letzteres des bekannten Sprichwortes trifft sicherlich für viele Autofahrer zu. Neben dem Freikratzen der Scheiben, der vorsichtigen Fahrweise und trotz aller technischer- und pflegerischer Maßnahmen, erlebt so mancher, dass sein geliebtes Auto nicht mehr weiter kommt.

Rund um die Uhr, mit großer Technik

Da ist meistens die Hilfe eines Fachmannes gefragt. Zu ihnen gehört Hartmut Zurek, der als Pannenhelfer, auch "Gelber Engel" genannt, im Auftrag des ADAC oftmals die letzte Hoffnung darstellt, um das defekte Auto wieder flott zu machen. Diese Dienstleistung für den bekannten Auto-Club hat das Stendaler Autohaus Holger Wittstock seit 1990 übernommen. Rund um die Uhr, ob an Sonn-oder Feiertagen, ist ein Kfz-Schlosser dieser Firma bereit, wenn ein Notruf aus der Berliner Zentrale eingeht, um mit seinem gelben Einsatzfahrzeug, ausgestattet mit Diagnosetechnik, umfangreichen Werkzeugen und vielen Ersatzteilen , überwiegend im Stendaler Stadtgebiet und näherer Umgebung Hilfe zu leisten.

"Die acht Notrufzentralen in Deutschland reagieren schnell und benachrichtigen den Pannendienst, der sich unweit des defekten Autos befindet. Im vergangenen Jahr mußten wir in rund 3200 Fällen Hilfe leisten. Sind es im Schnitt täglich etwa vier bis fünf Notrufe, die bei uns eingehen, merken wir jetzt schon, dass es in diesem Jahr durch den frühen Winter, häufiger zu Hilfeleistungen kommen wird", meinte der Firmeninhaber. "In der gegenwärtigen Jahreszeit und bei Eis und Schnee sind oftmals die Anfahrtswege recht kompliziert und die kalten Hände erschweren zusätzlich die Arbeit. Rund 75 % der Schäden können wir vor Ort beseitigen. Aber trotzdem bleibt ab und zu das Abschleppen in eine Werkstatt nach Wunsch des Autofahrers als letzte Lösung. Überwiegend sind es in der gegenwärtigen Zeit, Batterie- oder Anlasserprobleme oder eingefrorene Leitungen oder Türschlosser, die Ärger bereiten", war von den Fachleuten zu erfahren.

Die zunehmende Technik in den Autos verlangt von den Pannenhelfern, neben dem handwerklichen Geschick, ein hohes technisches-und Computer-Fachwissen. "Wenn der Autofahrer wieder losfahren kann und für uns ein "Danke schön" oder ein freundliches Lächeln übrig hat, ist das der beste Dank für unseren Einsatz", sagt Zurek.