Die gut 60 Jahre alte Kirche in der Bahnhofstraße von Bismark steht zum Verkauf. Am Donnerstag wird sie in Berlin meistbietend versteigert.

Bismark l Ein orangefarbener Zettel am Tor zur ehemaligen katholischen Kirche von Bismark kündet davon: Diese Immobilie wird am 25. Juni ab 11 Uhr in Berlin versteigert. Am kommenden Donnerstag besteht also die Möglichkeit, die Kirche in der Bahnhofstraße zu kaufen. Die Versteigerung gehört zur diesjährigen Sommerauktion der DGA (Deutsche Grundstücksauktionen), dem nach eigener Aussage größtem Grundstücksauktionshaus in Deutschland. Insgesamt kommen 127 Immobilien aus neun Bundesländern zum Aufruf.

Die Bismarker Kirche wird im Vorfeld der Auktion wie folgt beworben: Zu den außergewöhnlichsten Immobilien der Auktion zählt eine profanierte Feldsteinkirche mit Pfarrhaus in Bismark. Ab 25 000 Euro kann mitgeboten werden. Das Kirchengebäude verfügt über einen Turm mit Empore, Schiff, Glockenstuhl sowie Sakristei. Bei der künftigen Nutzung ist der ursprüngliche Charakter des Gebäudes als Kirche zu berücksichtigen.

Bei dem Kirchenbau an Bismarks Bahnhofstraße handelt es sich um die katholische Heilig-Kreuz-Kirche, die 1954/55 erbaut wurde. Ab 1987 wurde auch die Kuratie in Meßdorf von der Pfarrvikarie Heilig Kreuz in Bismark betreut. Heute gehört die Kirche zur Katholischen Pfarrei St. Anna mit Sitz in Stendal, wurde jedoch am 25. Dezember 2014 letztmalig für einen Gottesdienst genutzt. Bei der Gelegenheit wurde auch ein Dekret vom Bischoff verlesen, mit dem die Profanierung (Entweihung) der Kirche bekannt gegeben wurde. Die Pfarrgemeinde (220 Orte) verfügt jetzt nur noch über vier Kirchen - in Stendal, Osterburg, Seehausen und Tangerhütte.

Bei der Sommerauktion kommen am Donnerstag 59 Immobilien aus Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin unter den Hammer. Zu den 24 Objekten aus Sachsen-Anhalt gehört die Bismarker Kirche in der Bahnhofstraße.