Anlässlich des Welt-Aids-Tages führt das Gesundheitsamt des Landkreises einige Präventionsveranstaltungen durch. Unter dem Motto " Gemeinsam gegen Aids – Wir übernehmen Verantwortung, für uns und für andere " gab es an der Förderschule Pestalozzi eine interaktive Gesprächsrunde.

Stendal. Was ist eigentlich Aids und was HIV ? Wie kann man sich mit der Krankheit anstecken ? Wie wirkt sich diese Krankheit auf das Leben Betroffener aus ? Eine Gesprächsrunde in der Förderschule Pestalozzi soll diese und andere Fragen beantworten. Ziel ist es, Wissen über die Krankheit zu erlangen, die eigene Verantwortung zu aktivieren, um sich davor zu schützen.

Die Stendaler Aids-Beraterin Petra Ahrens vom Gesundheitsamt leitet anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages die Gesprächsrunde in der Klasse 8 b von Lehrer Frank Schulz.

Was Liebe und Sexualität bedeuten, wie sie sich anfühlen, das wissen einige der Schüler der 8 b schon. Doch welche Gefahren der leichtsinnige Umgang beim Entdecken der Sexualität mit sich bringt, das nicht. Petra Ahrens spricht mit den Mädchen und Jungen verschiedene Fallbeispiele durch : wechselnde Partner und keine Verhütung mit Kondom – die Gefahr, dadurch das HIVirus zu bekommen, besteht.

Ein Ampelsystem, rote, orangene und grüne Kärtchen, sortiert die von Ahrens angebrachten Beispiele in Gefährlichkeitsstufen, die Schüler ordnen sie den Farben zu. Kann man sich durch das Rasieren infizieren ? Kann man sich beim Küssen infizieren ? Bei beidem ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. " Fünf Liter Speichelflüssigkeit müssten vom einen zum anderen befördert werden, da die Konzentration im Speichel sehr gering ist. So viel schaffen selbst sehr verliebte Paare nicht ", sagt Ahrens augenzwinkernd. Zudem erklärt sie : " HIV ist das Virus, die ausgebrochene Krankheit heißt Aids. "

Die Schüler lernen viel an diesem Vormittag. Darüber ist auch Lehrer Frank Schulz erfreut : " Es ist wichtig, so ein Thema aufzugreifen. "

Im Rahmen des Welt-Aids-Tages lädt das Gesundheitsamt am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr zu einer anonymen und kostenfreien HIV-Antikörpertestung. Dieser Test erfolgt im Gesundheitsamt, Wendstraße 30, in der 2. Etage im Raum 238. In diesem Jahr, so Ahrens, wurden in ihrem Amt zwei Menschen positiv gestestet.