Silvia Teege ist die neue Kita-Leiterin der freien Kindertagesstätte "Sonnenschein" in Nahrstedt. Seit November zeichnet sie die Verantwortung für die Einrichtung und freut sich über jedes Kinderlachen.

Nahrstedt l Sylvia Teege arbeitet gern mit Menschen zusammen. Speziell der Umgang mit Kindern macht ihr großen Spaß. Das Schöne an ihrem Beruf ist, wie sie selbst sagt, dass sie leuchtende Kinderaugen sehen, Kindern etwas beibringen und sie zum Lachen bringen kann. Seit November leitet de Stendalerin die Kita "Sonneschein", die vom Verein Sonnenkinder getragen wird. Teege möchte sich für die Zusammenarbeit von Kita, Eltern und der Kommune einsetzen.

Für Sylvia Teege stand schon in jungen Jahren fest, dass sie sich ein Berufsfeld aussuchen möchte, in dem sie täglich mit Menschen zu tun haben wird. Nach dem Abschluss an einer polytechnischen Oberschule (POS) in Stendal erlernte sie den Beruf der Erzieherin an der Medizinischen Fachschule in Stendal. Nach der Ausbildung übte sie den Beruf der Krippenerzieherin in Stendaler Einrichtungen aus.

"Kinder geben einem zurück, was man ihnen entgegenbringt."

Sylvia Teege, Kita-Leiterin

Dann kam die Wende. Wie zahlreiche andere Erzieherinnen auch absolvierte Teege den "staatlich anerkennten Erzieher". Sie arbeitete in ihrem Beruf, dann machte sich aber bemerkbar, dass die Zahl der Kinder in und um Sendal sank. "Es wurden weniger Erzieherinnen gebraucht und viele wurden daher entlassen", erinnert sich die 45-Jährige. Der Weg in die Arbeitslosigkeit kam für die Mutter eines Sohnes aber nicht in Frage. Sylvia Teege absolvierte Computerlehrgänge und arbeitete sehr bald wieder, allerdings in einem neuen Berufsfeld. In einer gynäkologischen Praxis war sie als Arzthelferin tätig. Da halbe Sachen für Teege nicht in Frage kommen und sie nicht als ungelernte Kraft auf ihrer Arbeit erscheinen wollte, absolvierte die junge Mutter erfolgreich ein Fernstudium zur Arzthelferin. In einer neurologischen Praxis in Stendal war sie daraufhin zehn Jahre lang beschäftigt. Auch dort konnte sie ihrer Freude, für andere Menschen da zu sein, nachkommen.

Der Umgang mit den Kindern fehlte ihr aber doch mit der Zeit. Ganz aus den Augen verloren hat sie ihren ursprünglichen Beruf nie. Teege beteiligte sie an zahlreichen pädagogischen Weiterbildungen. So kann sie mittlerweile Weiterbildungen im Bereich der Sprachförderung, der Dokumentation und Beobachtung oder der Diagnostik von Verhaltensauffälligkeiten nachweisen, um nur einige zu nennen. Schließlich bewarb sie sich wieder auf Erzieherinnen-Stellen.

Zunächst war sie ab Sommer 2010 in einem Hort in Havelberg beschäftigt. Später arbeitete sie in einer Kindertagesstätte in Magdeburg. Dort wurden Kinder vom Krippen- alter bis zum Hortkind betreut. Als sie in diesem Jahr erfuhr, dass die Stelle der Kita-Leiterin in Nahrstedt neu zu besetzen ist, fasste sie Mut und bewarb sich auf diesen Posten. Aus zahlreichen eingegangenen Bewerbungsunterlagen entschied sich der Verein dafür, die 45-jährige Stendalerin einzustellen.

"Es macht Spaß mit Kindern zu arbeiten. Mit ihnen kann man wunderbar kreativ sein."

Sylvia Teege, Kita-Leiterin

Kinder bei ihrer Entwicklung zu begleiten, dass ist es, was Teege an ihrem Beruf liebt. "Ich arbeite gern mit Kindern. Kinder geben einem zurück, was man ihnen entgegenbringt", erzählt die Erzieherin. Sie freut sich aber auch auf die Zusammenarbeit mit den Eltern: "Die Eltern sollen sich gleichbehandelt wissen. Ich bin jedem gegenüber aufgeschlossen." Und auch die Großeltern möchte Teege mit ins Boot holen. So wird die Kita-Leiterin Altbewährtes wie die Kinder-Eltern-Nachmittag der Eltern-AG beibehalten und auch der Besuch der Vorlese-Oma in der Einrichtung wird weitergeführt. Aber auch neue Ideen wird Teege einbringen.

Teeges Vorgängerin Heike Reisener bot in der Nahrstedter Kita Englisch für Kinder an. Auch dieses Angebot führt Teege regelmäßig weiter. "Es macht Spaß mit Kindern zu arbeiten. Mit ihnen kann man wunderbar kreativ sein", schildert Teege. So macht es ihr Spaß, gemeinsam mit den Mädchen und Jungen zu musizieren. Bei Auftritten begleitete sie sie auf der Blockflöte. Derzeit frischt sie ihre Gitarrenkenntnisse auf, damit sie auch auf diesem Instrument die Kinder begleiten kann.