Gunsleben (mg). Mützen, Handschuhe, Kuscheltiere, Bonbons, Schokolade und Füllfederhalter haben die Gunsleber Landfrauen gekauft und noch viele kleine Aufmerksamkeiten. "Für drei Mädchen und für drei Jungen", erläutert Irmgard Heine, die alles mit ihren drei Mitstreitern auf bunt beklebte Schuhkartons aufteilt, die sie gerade gebastelt haben.

Die Vorsitzende der Gunsleber Landfrauen freut sich, dass sie bereits zum vierten Mal an der Weihnachtsaktion für Kinder in großer Armut teilnehmen. "Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der keine Gewinne erwirtschaftet. Wir spenden das Geld", sagt die Landfrau. Zum Beispiel für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton", bei der im vergangenen Jahr in Deutschland 501 645 Päckchen für Kinder in Armut gepackt wurden. In diesem Jahr gehen die Pakete nach Osteuropa und Ostasien. Sie müssen zu einer der Annahmestellen im gesamten Bundesgebiet gebracht werden. Dann kostet es noch sechs Euro Porto, die ebenfalls gespendet werden können. Pfarrer Martin Schulz, dessen Pfarrhaus in Hamersleben eine Annahmestelle für die Schuhkartons ist, erklärt, dass es dafür auch Geldspenden gebe. "Manche sind nicht mehr so gut zu Fuß und können nicht einkaufen. Dann beteiligen sie sich auf diese Weise."

Auch die Landfrauen bringen noch in dieser Woche ihre Geschenkpakete zu Pfarrer Schulz, bei dem bislang 115 Schuhkartons abgegeben wurden. Bis Sonntag, 15. November, ist das noch möglich. Die Schuhkartons können auch zum Gottesdienst mitgebracht werden.