Eine dicke Schneeschicht bedeckt inzwischen wieder den neuen Fußweg auf dem kleinen Peseckendorfer Friedhof. Doch wenn der Schnee wieder taut, wird dieser neue Weg dafür sorgen, dass die Friedhofsbesucher nicht mehr im Schlamm versinken.

Peseckendorf. "Der Weg ist schon eine große Erleichterung", meint Peseckendorfs Ortsbürgermeister Hilmar Tiemann. "Gerade wenn der Frost aus dem Boden kam oder es längere Zeit geregnet hatte, konnte man kaum zu den Gräbern gelangen. Jetzt behalten die Bürger saubere Schuhe", so der Ortsbürgermeister.

Der neue Friedhofsweg im vorderen Teil war im Herbst, noch rechtzeitig vor dem frühen Winterbeginn, fertig gestellt worden. Wie Hilmar Tiemann weiter berichtete, hatte der Gemeinderat und späterer Ortschaftsrat die Baumaßnahme angeregt. Eigentlich sollte das kleine Bauvorhaben schon eher in Angriff genommen werden, aber mit der Eingemeindung hatte sich die Sache etwas verschoben. Gebaut wurde der Weg von Ende Oktober bis Anfang November.

In jedem Fall konnte die Maßnahme mit Hilfe des Konjunkturpaketes II umgesetzt werden.

Wie Annegret Sterz, Leiterin Tiefbauamt der Stadt Oschersleben erklärt, wurden vom Eingangstor des Friedhofs bis zur Treppe des hinteren Gräberfeldes insgesamt 153,5 Quadratmeter Betonsteinpflaster in Anlehnung des vorhandenen Pflasters verlegt. Insgesamt kostete das kleine Projekt rund 10 000 Euro, davon wurden 4000 Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert.

Mit dem Beschluss einer neunen Friedhofssatzung für die Stadt Oschersleben und ihrer Ortsteile wurde auch eine Diskussion um die Nutzung der Trauerhallen einschließlich der Nutzungsgebühr geführt. Auf dem Peseckendorfer Friedhof steht dafür nicht mehr als ein besserer Schuppen zur Verfügung. Bei Trauerfeiern finden darin maximal zehn bis zwölf Angehörige Platz. Aber sie würden zumindest im Trockenen sitzen, so Tiemann.

Der Neubau einer Trauerhalle sei nicht vorgesehen, berichtete er weiter. "Das, was jetzt als Nutzungsgebühr für Trauerhallen in der neuen Friedhofssatzung beschlossen wurde, ist für Peseckendorf noch entschieden zu hoch", meint der Ortsbürgermeister. Er berichtet auch, dass es zusätzlich eine Vereinbarung zwischen der Kirchengemeinde und der Ortschaft gäbe, dass auch die kleine Kapelle im Ort für Trauerfeiern genutzt werden könne.

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