Aufregung und Angst gestern Morgen in einem Mehrfamilienhaus im Ausleber Winkel. Ein Feuer loderte unterhalb des Treppenaufgangs des Hauses 8 a. Dichter Rauch breitete sich im Treppenhaus aus. Die Feuerwehr verhinderte, dass der Brand um sich griff. Das Gebäude konnte evakuiert werden. Die Polizei vermutet bislang, dass Brandstiftung dahinter steckt.

Ausleben. Dichter Rauch drang durch das Treppenhaus im Haus der Nummer 8 a im Ausleber Winkel. Ein Bewohner bemerkte die Gefahr und wählte um zehn Minuten nach sechs am frühen Morgen den Notruf.

Kurze Zeit später traf die Feuerwehr Ausleben mit 22 Einsatzkräften ein. Der Rauch hatte unterdessen auch das zweite Treppenhaus in der Nummer 8 völlig verdunkelt. Die Bewohner standen an den Fenstern und riefen um Hilfe. Es gingen weitere Notrufe bei der Rettungsleitstelle ein, während von dort bereits die Feuerwehren aus Völpke, Hamersleben sowie aus Oschersleben als Verstärkung nach Ausleben beordert wurden.

Dort wurden die Menschen zunächst per Megafon aufgefordert, ihre Fenster und Türen zu schließen und in den Wohnungen zu warten, bis sie Feuerwehrmänner sicher hinaus begleiten würden. "Da die Kellerräume der beiden Hauseingänge miteinander verbunden sind, breitete sich in beiden Treppenaufgängen dichter Rauch aus und 16 Wohnungen waren vom Fluchtweg abgeschnitten", berichtet Auslebens Wehrleiter Clemens Köhler vom Einsatz.

Während nach kaum mehr als zehn Minuten das Feuer unterhalb des Treppenaufgangs in der Hausnummer 8 a gefunden und unter Kontrolle gebracht werden konnte, lief die Evakuierung des Hauses. "Wir haben die Menschen so sicher wie möglich gerettet", erklärt Köhler, nach welchem Prinzip die Feuerwehrleute vorgingen, um die Betroffenen vor Schlimmerem zu bewahren. Jeder wurde von einem Feuerwehrmann persönlich herausgeführt. Dafür hatten die Bewohner Fluchthauben zum Schutz vor dem Rauch aufzusetzen. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich zehn in ihren Wohnungen. "Und so ging es durch das verrauchte Treppenhaus, das in der Zeit schon massiv belüftet worden war, hinaus", erklärt der Feuerwehrchef. Unmittelbar nach dem Einsatz wurden die Betroffenen durch Ärzte betreut. Lediglich ein Mensch erlitt nach Angaben der Feuerwehr eine leichte Rauchgasvergiftung.

Als der Schreck vorbei war, erntete die Ausleber Feuerwehr Kritik dafür, dass sie bei der zweiten Absuche des Hauses nach Menschen Türen eingetreten hatte. Es hieß, das sei nicht nötig gewesen. Köhler verteidigt das Vorgehen: "Es wurden Leute herausgeholt und gleichzeitig startete der zweite Trupp für die nötige Zweitsuche. Dabei stand im Raum, dass sich im Haus noch eine nicht gehfähige Person befinde. Das hatte sich zum Glück als unbegründet herausgestellt." Da alles sehr schnell gehen musste, sei es nötig gewesen, Türen einzutreten. Um 6.37 Uhr waren alle Bewohner gerettet. 18 Minuten später war klar, dass ausnahmslos jeder sicher aus dem Haus gebracht worden war.

 

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