Unter der Prämisse "innovativ und zukunftsträchtig" ist am Montag die Pyrolyseanlage im Hötensleber Gewerbegebiet "Auf dem Rathwege" in Betrieb genommen worden. Erzeugt wird hier Energie aus Biogas, für den Anfang rund fünf Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

Hötensleben. "So neu ist das Verfahren eigentlich gar nicht", erklärte Geschäftsführer Karl Hisza den etwa 60 zur feierlichen Inbetriebnahme geladenen Gästen, unter ihnen auch Landrat Thomas Webel und Bürgermeister Dieter Buchwald. "Der technische Prozess ist ganz einfach, wir haben ihn lediglich aufbereitet und optimiert." In der neu entstandenen Werkhalle der kooperierenden Unternehmen Morthorst Energie GmbH und KKB Alternative Energie GmbH wird mittels thermochemischer Spaltung Biogas gewonnen (Pyrolyse). Als Rohstoff dienen hierzu Holzmehl bzw. Holzhackschnitzel. Das Biogas ist wiederum Basis zur Wärme- und Stromerzeugung und wird in entsprechende Netze eingespeist (Näheres dazu folgt in einem späteren Bericht).

"Wir haben einen längeren Zeitraum gebraucht, um diese Anlage zu realisieren, um so mehr freuen wir uns, dass Sie immer an uns geglaubt haben", richtete Karl Hisza einen Dank an die Anwesenden Projektpartner. Fast drei Jahre und etwa 2,3 Millionen Euro Investitionskosten liegen zwischen Idee und Inbetriebnahme, der erste Spatenstich für den Neubau erfolgte im August vorigen Jahres. "Das ist eine Wunschanlage und in ihrem technologischen Konzept ein Novum", betonte Landrat Webel, der sodann als Erster einen Rundgang durch die 450 Quadratmeter große Halle machen durfte. Freude über einen neuen Arbeitgeber und zukunftsgerichteten Betrieb äußerte auch Dieter Buchwald: "Zusammen mit einigen anderen wirtschaftlichen Aktivitäten derzeit macht dies die Gemeinde Hötensleben noch attraktiver. Mit der Ausweisung des Gewerbegebiets haben wir damals eine gute Entscheidung getroffen."