In einem Einfamilienhaus in Wulferstedt ist gestern Mittag ein Brand ausgebrochen. Aus bislang unbekannten Gründen hat sich laut Polizei der Verschluss einer Gasflasche entzündet. Der Brand konnte innerhalb einer knappen Stunde unter Kontrolle gebracht werden. 28 Feuerwehrleute aus Wulferstedt, Hamersleben, Ausleben und Oschersleben waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Wulferstedt. Es wird etwas dauern, aber die Wohnung im Obergeschoss wird irgendwann wieder bewohnbar sein, schätzten der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Ausleben Clemens Köhler und Einsatzleiter Harald Hinz gestern Nachmittag ein, nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht war.

Gegen 12 Uhr mittags wurde die Feuerwehr über Notruf zu einem Brand in dem Ein- familienhaus in der Wulferstedter Poststraße gerufen. Als die Brandlöscher vor Ort angekommen waren, drangen bereits dichte Rauchschwaden aus zwei Fenstern im Obergeschoss. "Die Ursache war der Verschluss einer Gasflasche, der sich aus unbekannten Gründen entzündete", sagte Ingolf Siegert, Einsatzleiter der Oschersleber Polizei. Eine Bewohnerin habe zunächst versucht, den Brand mit einer Decke selbst zu löschen, jedoch erfolglos.

Zwei weitere sowie die für den Brand verantwortliche Gasflasche wurden von den Feuerwehrleuten aus dem Haus geschafft und in den Schnee gelegt, da sie zu explodieren drohten.

Am Brandort zugegen waren 28 Feuerwehrleute aus Wulferstedt, Ausleben, Hamersleben und Oschersleben mit insgesamt sechs Fahrzeugen. Das Feuer war in einer knappen Stunde unter Kontrolle gebracht worden.

Wie Einsatzleiter Harald Hinz sagte, lebt im Obergeschoss des Hauses eine junge Frau, darunter ihre Großmutter. Während der Löscharbeiten seien beide Bewohnerinnen bei einer Verwandten in Wulferstedt untergekommen. Im Laufe der nächsten Woche sei das Erdgeschoss wieder bewohnbar. "Das Feuer breitete sich vom Wohnzimmer in einen Nebenraum aus. Bis etwa 15.30 Uhr waren die Feuerwehrmänner damit beschäftigt, mögliche Brandherde, die sich erneut hätten entzünden können, zu beseitigen. Sie trugen beschädigte Gegenstände wie Möbel aus der Wohnung", sagte Hinz.

Nachbarn, die auf die Straße geeilt kamen, waren geschockt: "Und das so kurz vor Weihnachten, die armen Frauen!"