Wanzleben. Auch wenn der Freiwilligendienst zukünftig etwas anders geregelt sein wird, möchte der DRK-Kreisverband Wanzleben weiterhin jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich vor der endgültigen Berufswahl zu orientieren. "Wir haben gleich mehrere Bereiche, wo wir auch kurzfristig junge Leute einsetzen können, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren möchten", erklärte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Wanzleben, Guido Fellgiebel.

Ein Beispiel ist die Kinder- und Jugendarbeit, bei der die FSJ-ler mit der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie mit der Organisation und Durchführung von Projekten, Veranstaltungen und Ferienfreizeiten betraut werden. Im Kranken- und Behindertenfahrdienst geht es vor allem um die Begleitung und Beförderung von älteren, kranken und behinderten Menschen zu medizinischen Einrichtungen, während die FSJ-ler im Pflegeheim das Pflegepersonal unterstützen. Außerdem können die FSJ-ler auch in der allgemeinen Beratungs- und Vermittlungsstelle eingesetzt werden.

"Viele unserer ehemaligen Zivildienstleistenden arbeiten heute aufgrund ihrer Vorkenntnisse, die sie hier erworben haben, zum Beispiel in der Behindertenhilfe oder in Reha-Einrichtungen", erzählte Stephan Dill, Beauftragter für die Freiwilligendienste beim DRK-Kreisverband Wanzleben, der auch weiß, dass der Freiwilligendienst für viele bereits die Grundlage für die künftige Ausbildung im Erziehungsbereich, in der Altenpflege oder als Rettungsassistent war. "Für uns ist es wichtig, dass die jungen Leute eine Orientierung bekommen, gerade wenn sie testen möchten, ob ihnen die Berufsrichtung überhaupt liegt", so Fellgiebel.

Wer solch ein Freiwilliges Soziales Jahr seiner Berufsausbildung oder seinem Studium voranstellen möchte, kann sich jederzeit beim DRK-Kreisverband in Wanzleben melden. "Das FSJ kann übrigens auch als Wartesemester oder Vorpraktikum angerechnet werden und außerdem fördert die Arbeit im sozialen Bereich den eigenen Charakter", fügte Stephan Dill an.