Auf dem Campingplatz am Stern bei Elend mussten zu den Festtagen Tunnel durch den Schnee gegraben werden, um in die Rezeption zu gelangen. Die Stammgäste nahmen es als zusätzliche Freude – aber sparten am Rande auch nicht mit Kritik an Wernigerode.

Elend. "Juchu!" freuen sich Pia, Jan, Pierre und weitere Kinder aus Nordrhein-Westfalen Heiligenabend auf dem Campingplatz am Stern bei Corina und Ingo Nitschke mit den Söhnen Jens und Ralf. Ihre Extra-Freude hat einen Grund: Wegen der hier superhohen weißen Pracht gruben alle zusammen gerade zwei Tunnel durch die Schneemassen, um zum Fest bequem von den Wohnwagen ins Haupthaus zu kommen. Innen leuchteten sogar Kerzchen ...

"Wir sind seit Jahren Stammgäste hier – die Landschaft, die gute Stimmung", schwärmt Peter Lapatke im Namen aller. Er, Familie Richter und weitere Gäste reisten aus Solingen, Steinfurt oder Lengerich zur Winterweihnacht im Harz an und sehen sich mit Schnee belohnt. Ebenso wie Bauke Devries aus den Niederlanden, im 5. Jahr Weihnachtsgast hier am Stern. Neben aller Freude äußern die Gäste am Rande Heiligabend auch Kritik:

Keine Loipen gespurt, und der Weg nach Schierke nicht frei, so dass die Gäste auf der Straße gehen müssen, wenn sie in ein Schierker Restaurant kommen wollen. Der Campingplatz gehört zwar zu Elend, das Drumherum aber zu Schierke/Wernigerode. "Unverständlich, dass hier nichts gemacht wird, einige Gäste sind sogar wieder abgefahren", so Lapatke. Er werde bleiben, aber noch eine Kritik nach Wernigerode schicken. Erstmal werde schön Weihnachten gefeiert - gemütlich mit Weihnachtsmann im Haus hinter dem Schneetunnel. Und mit ein bisschen Hoffnung, dass Wege- und Loipenverhältnisse vielleicht nach Weihnachten besser werden.