Blankenburg l Als am Donnerstag kurz nach 17 Uhr die Sirene in Blankenburg ertönt, dringt bereits dichter Rauch aus den Fenstern des ehemaligen Krankenhauses in der Lindestraße. Das Gebäude, das aktuell für den Abriss vorbereitet wird, dient als Kulisse für eine Großübung. Doch davon ahnen die Kameraden der Stadt-Wehren noch nichts, als sie wenige Minuten nach der Alarmierung eintreffen.

Ihnen bietet sich in der Lindestraße folgendes Szenario: Nach einer Explosion der Sauerstoffanlage durch Abriss arbeiten ist ein Brand ausgebrochen. 24 Arbeiter sowie spielende Kinder befinden sich im Haus und sind vermutlich verletzt. So galt es nicht nur den Brand zu löschen, sondern auch alle Eingeschlossenen zu retten.

Die Kameraden der sieben Feuerwehren bildeten mehrere Einsatzabschnitte und drangen auf verschiedenen Wegen unter Atemschutz ins Gebäude vor. Dabei wurden alle Personen gerettet. Allerdings behinderten immer wieder Detonationen, dichter Rauch, umgestürzte Schränke und Baumaterial die Arbeiten.

Nicht alarmiert wurde übrigens die Ortsfeuerwehr Heimburg. Sie musste den Grundschutz im Stadtgebiet absichern. Stadtwehrleiter Werner Greif dankte besonders der Abrissfirma aus Wernigerode und den Neinstedter Anstalten, dass die Übung im ehemaligen Krankenhaus unter solch realistischen Bedingungen stattfinden konnte.

 

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