Wernigerode l Vor 16 Jahren hat Matthias von Bornstädt am Literaturwettbewerb der Stadt Wernigerode teilgenommen. Vor Kurzem erschien die erste Buchreihe des Autors: eine Abenteuerserie für Kinder unter dem Titel "Labyrinth der Geheimnisse". Bisher sind drei Bände erschienen. "Das zeigt, was man erreichen kann, wenn man schon als Schüler anfängt zu schreiben", sagt Christine Schulz auf der diesjährigen Preisverleihung in der Remise. In ihren Augen ist der Wettbewerb wichtig, um eine Grundlage fürs Schreiben zu schaffen. "Die Jugendlichen sind gezwungen, sich im Zeitalter der SMS wieder mehr mit der Sprache zu beschäftigen. Sie lernen, ihre Gedanken in längeren Texten auszudrücken", betont die Mitverantwortliche des Wettbewerbs.

In diesem Jahr reichten rund 140 Teilnehmer ihre Beiträge zu den vorgegebenen Themen ein. Schüler der Klassen 4 bis 8 mussten die Wörter "Kind, Traumwiese, Freunde, Mut, Zeitreise, Tier und Zauberbrille" unterbringen. Für die Klassen 9 bis 12 galt das Motto: "Die Zukunft erkennt man nicht, man schafft sie." Mit seinem Zukunfts-Text belegte Jan Peter Grimm den zweiten Platz unter den Zehntklässlern. Er kann sich gut vorstellen, später einmal Autor zu werden - wie Matthias von Bornstädt. Zettel und Stift hat er immer dabei, um alles aufzuschreiben, was ihm durch den Kopf geht. "Gedichte, philosophische Texte und Songtexte für meine Band entstehen dabei", zählt der 16-Jährige auf.

Daria Bernhardt hat eine biografische Geschichte eingereicht. Damit erreichte sie den zweiten Platz unter den Zwölftklässlern. "Mein Text handelt von meinen Gefühlen und der Angst vor der Zukunft", sagt die Abiturientin. Sie hat schon oft mit dem Gedanken gespielt, Schriftstellerin zu werden. Allerdings stellt es sich die 19-Jährige schwierig vor, davon leben zu können.