Blankenburgs Bartholomäuskirche hat wieder eine funktionstüchtige Orgel. Obwohl erst ein Drittel der neuen Pfeifen montiert waren, erklang das Instrument am Sonntag zum ersten Mal.

Blankenburg. Ein fast volles Gotteshaus gab es am Sonntag anlässlich eines Festgottesdienstes zur Wiedereinweihung der Orgel in der Bartholomäuskirche zu Blankenburg.

Zum Reformationstag, dem "Geburtstag" der evangelischen Kirche, wurde das Instrument von Kantor Jürgen Oppermann wieder gespielt, nachdem im Anschluss an den Gottesdienst vom 6. Januar dieses Jahres, die Demontage des sanierungsbedürftigen Instrumentes begonnen hatte.

Obwohl das Instrument seine volle Klangschönheit erst zu einem Drittel erahnen ließ, darf sich jetzt schon auf das Weihnachtsfest gefreut werden. Dann sollen die Sanierung beendet und alle 1200 Pfeifen hörbar sein.

Die "neue" Orgel in St. Bartholomäus startete mit dem gleichen Stück, mit dem vor etwa 100 Jahren die Inbetriebnahme nach der letzten Sanierung begann - dem "Messias" von Georg Friedrich Händel. Bis zu diesem Moment gestaltete der Posaunenchor der Gemeinde den musikalischen Part des Gottsdienstes. Dann erklang pünktlich um 10.17 Uhr der erste Ton zum "Halleluja" aus dem neuen Instrument. Einige Gemeindeglieder rangen dabei vor Rührung sichtlich um Fassung.

Der Festgottesdienst bildete den Auftakt eines Orgelfestes. Der Baumeister gab Erklärungen, am Nachmittag lud Kantor Jürgen Opfermann zu einem ersten Konzert ein. Und die Spendenkasse füllte sich. Daran haben auch Teile der alten Orgel noch ihren Anteil. Zum Füllen der Spendenkasse wurden am Sonntag noch einmal die alten, ausgebauten Orgelpfeifen verkauft und fanden reißenden Absatz.

Insgesamt flossen nach Angaben von Pfarrer Axel Lundbeck zum Orgelfest 1500 Euro in den Spendentopf. Dieses Geld wird dringend benötigt, denn zu den eingangs veranschlagten 120000 Euro Restaurierungskosten gesellen sich 23000 Euro hinzu, da mehr Teile als geplant erneuert werden mussten.

"Dank des Festes fehlen uns jetzt nur noch 3000 Euro. Ich hoffe, dass wir diese bis spätestens Weihnachten zusammen haben", erklärte Pfarrer Lundbeck. Denn dann soll die Orgel in voller Schönheit und vor allem "schuldenfrei" klingen.