Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat ihre Angebote in Blankenburg ausgeweitet. Neben dem "Laden ohne Kasse" wurde im Vereinsheim "Alte Schule" in der Oesig eine Kleiderkammer eingerichtet. Sie ist zweimal wöchentlich offen für alle Einwohner.

Blankenburg. "Mir wäre es persönlich auch lieber, wir bräuchten keine ,Läden ohne Kasse‘ und keine Kleiderkammern. Aber leider stellt sich die aktuelle Situation nicht so dar, wie wir uns das wünschen", meinte Kai-Gerrit Bädje, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Harz (Quedlinburg), der jetzt die neue Kleiderkammer in der "Alten Schule" in der Oesig offiziell eröffnete. Nur wenige Wochen nach dem Start des "Ladens ohne Kasse" der Harzer Tafel, in dem jeden zweiten Donnerstag Lebensmittel für registrierte Kunden ausgegeben werden, hat die AWO ihre Angebote in Blankenburg ausgeweitet.

"Die Kleiderkammer ist allerdings offen für alle Bürger", stellte Marlies Röbbeling klar. Die gespendeten Sachen werden gegen einen symbolischen Preis weitergegeben. Betrieben wird die Kammer wie auch der "Laden ohne Kasse" von ehrenamtlichen AWO-Helfern.

"Der Zuspruch spricht dafür, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben", sagte Bädje, der dem Heimatverein Oesig und der Stadtverwaltung herzlich für die großartige Unterstützung dankte. "Das wünschten wir uns auch in vielen anderen Orten", so der AWO-Chef, der sich von den Räumlichkeiten begeistert zeigte. "Das kann sich sehen lassen. Die Bedingungen sind so großzügig wie sonst nirgends."

Wie Anke Gercke, die Leiterin Soziale Arbeit bei der AWO, informierte, ist die Kleiderkammer dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Dort werden weiterhin gern auch Kleiderspenden entgegengenommen. Benötigt werden allerdings auch gute, funktionsfähige Haushaltsgeräte, Geschirr und zur Weihnachtszeit auch Spielzeug und Kindersachen.

Die letzte Lebensmittelausgabe im "Laden ohne Kasse" findet übrigens am Donnerstag, 23. Dezember – einen Tag vor Heiligabend – in der Oesig statt. Bis zu diesem Termin hoffen die AWO-Mitarbeiter auch noch auf weitere Lebensmittelspenden. Wie Anke Gercke informierte, werden aktuell 211 Blankenburger versorgt. Mitte September waren es noch 161. "Es ist schön, dass wir helfen können", so die AWO-Mitarbeiterin.