Aus einer Routine-Operation für Ilsenburgs Stadtoberhaupt Denis Loeffke ist Ernst geworden. Ursprünglich wollte sich der Drübecker in einem Dresdener Krankenhaus lediglich einen Nierenstein entfernen lassen. Doch Komplikationen in der Folge ließen eine zweite Operation in Salzgitter notwendig werden. Unterdessen befindet er sich aber auf dem Wege der Besserung. Erstmals wird er am Donnerstag wieder kurz im Dienst sein.

Drübeck/Ilsenburg. Seit mittlerweile fast vier Wochen ist Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke krank geschrieben. Ursprünglich sollte bei ihm zwischen dem 8. und dem 12. November lediglich ein Nierenstein entfernt werden: für jedes Krankenhaus eine Routine-OP. Für die meisten Partienten auch.

Loeffke wollte unbedingt zum "Herrenabend" in Darlingerode wieder fit sein. Doch das war zu optimistisch gedacht. Nach der Operation in einem Dresdener Krankenhaus stellten sich Komplikationen ein, die so nicht vorhersehbar waren, auch wenn der Arzt im Nachhinein von einer "klassischen Komplikation" sprach.

"Zweite OP war von deutlich größerer Tragweite"

Loeffke war nur wenige Stunden zu Hause, um sich daraufhin erneut in Salzgitter einer OP zu unterziehen. "Das war ein Eingriff von deutlich größerer Tragweite", die auch die erhebliche Verlängerung der Krankschreibung erklärt.

Unterdessen befindet sich der CDU-Politiker zwar sichtlich auf dem Wege der Besserung. Allerdings scheint er beim Krankenbesuch der Harzer Volksstimme am Wochenende in seinem Drübecker Eigenheim dennoch von einer völligen Genesung noch entfernt: "Zumindest die Sitzung des Hauptausschusses will ich am Donnerstag schon einmal kurz wahrnehmen.".Und ergänzt: "Acht Stunden am Schreibtisch sitzen kann ich mir momentan auch noch nicht vorstellen". Ursache sind immer noch vorhandene Schmerzen an einer Rippe als unmittelbare Folge der zweiten Operation: "Diese sind im Moment mein größtes Problem."

"Zu keiner Zeit ‘raus aus den Stadtgeschichten"

Einen zweiten Termin hat der Drübecker ebenfalls fest im Blick. An der Stadtratssitzung will er am 14. Dezember ebenfalls unbedingt teilnehmen. Loeffke rechnet allerdings damit, dass er völlig genesen erst im neuen Jahr wieder "an Deck" sein kann: "Ich soll mich bis dahin schonen, so die Empfehlung meiner Ärzte". Dass er bereits am 13. Dezember gesund geschrieben ist, hält er im Augenblick selbst für eher unwahrscheinlich.

"Mich erreichten während der letzten Wochen auf unterschiedlichsten Wegen vielfache Genesungswünsche. Dafür will ich mich bei dieser Gelegenheit bei allen herzlich bedanken", so Loeffke.

Im Übrigen sei er während seiner Abwesenheit über die wichtigsten Dinge in der Stadt permanent per SMS informiert worden. Auch das sei sehr hilfreich gewesen, um den Kontakt nicht gänzlich zu verlieren. "Ich war zu keinem Zeitpunkt wirklich ‘raus aus den Stadtgeschichten."

Eine, die zuverlässig für diese Informationen ans Krankenbett sorgte, war Loeffkes Stellvertreterin Silke Niemzok. Der Bürgermeister: "Insofern will ich ihr, aber auch meinem gesamten Team in der Verwaltung meinen ausdrücklichen Dank sagen."

Wie sehr es Denis Loeffke an seinen Arbeitsplatz drängt, wird nach 20 Minuten deutlich. Von diesem Zeitpunkt an macht er aus dem Krankenbesuch am vorweihnachtlich geschmückten Wohnzimmertisch urplötzlich eine exklusive Pressekonferenz zu wichtigen städtischen Themen.