Wernigerode. "Der Winter kam mit aller Macht", sagt Ordnungsamtsmitarbeiter Olaf Sauter, "das ist auch nicht am Wernigeröder Weihnachtsmarkt spurlos vorübergegangen." Zwar ziehen er und Stadtsprecher Andreas Meling eine positive Bilanz, doch deutschlandweit sei ein Rückgang des Weihnachtsmarkt-Tourismus zu beobachten. "Wenn dann auch noch so ein Schneechaos herrscht, dann ist es ganz klar, dass die Besucherzahlen abnehmen", so Meling. Ob die magische Zahl von 200 000 Marktbesuchern geknackt wurde, wisse er noch nicht. Eines steht aber schon fest: Die neue Anordnung der Buden auf dem Marktplatz und damit der freie Blick auf das festlich geschmückte Rathaus samt Tannenbaum brachte den Verantwortlichen viel Lob ein.

Zwar hatten zwei Stände für den Freiraum rund um den Wohltäterbrunnen in die Breite Straße umziehen müssen, aber auch das sorgte bei der betroffenen Fischverkäuferin Katrin Koppelin nicht für Unmut: "Die meisten Leute gehen vom Marktplatz über die Breite Straße zum Nicolaiplatz. Daher fühlen wir uns hier keinesfalls im Abseits." Da das "Experiment Budenneuordnung" geglückt sei, soll die Stellvariante auch in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen.

Vor Andreas Meling und Olaf Sauter liegt nun bereits die nächste Herausforderung. Nach über zehn Jahren soll der Wernigeröder Weihnachtsmarkt in neuem Licht erstrahlen. "Für 2011 planen wir ein neues Beleuchtungs-Konzept, um das Rathaus und den Brunnen noch mehr in Szene zu setzen", so Sauter.

Morgen gehen vier Wochen Weihnachtszauber dann auch schon dem Ende zu. Olaf Sauter bedankt sich bei allen Anbietern, die bei den eisigen Temperaturen harte Arbeit geleistet haben. Außerdem geht ein großer Dank an Familie Siewiera von der Zwergentafel und an all seine Mitarbeiter im Ordnungsamt.Übrigens