Trotz des heftigen Windes und Tauwetters am Sonnabend lockte der 4. Veckenstedter Weihnachtsmarkt wieder zahlreiche Besucher aus dem gesamten Nordharz an. Das außergewöhnliche Flair rund um den Kirchplatz und die Resonanz der Gäste ließ die rührigen Organisatoren dann auch eine hochzufriedene Bilanz ziehen.

Veckenstedt. Beim dritten Weihnachtsmarkt 2009 hatten die Organisatoren des Landschulheims sowie der Grundschule noch mehr Glück. Genau an diesem Tag fiel seinerzeit der erste Schnee. Doch wer sich schon damals vom heimeligen Ambiente rund um Veckenstedts Kirchplatz anstecken ließ, wollte höchstwahrscheinlich auch 2010 unbedingt wieder mit dabei sein.

Am Duft nach Punsch, Glühwein, Bratwürstchen und Weihnachtsplätzchen unter den zahlreichen Partyzelten kann es auch dieses Mal nicht allein gelegen haben. Das Geheimnis der rührigen Veckenstedter Organisatoren scheint auch am Wochenende wieder auf das Motto hinaus gelaufen zu sein: weniger Kommerz, mehr Kreativität. Vieles ist handgemacht und von den Schülern selbst gestaltet. Da schlängelte sich ein kleiner Junge mit einem großen Bauchladen voller Leckereien durch die Reihen der Erwachsenen: "Wollen sie etwas kaufen?" Dass davon rege Gebrauch gemacht wwurde, hing auch mit dem Zweck des Ganzen zusammen. Seit der behördlichen Schließung des Spielplatzes an der "Bauernstube" wird für neue Geräte gesammelt.

Statt Geschenken Spenden für Spielplatz

Übrigens hatte sich Nordharz-Bürgermeisterin Hannelore Striewski dabei in ganz besonderer Weise eingebracht. Sie nutzte ihren Geburtstag in diesem Jahr und bat alle Gäste, anstelle von Geschenken Geld zugunsten des Spielplatzes zu spenden. Allein dabei kamen 1 800 Euro zusammen.

An der Sammelaktion beteiligten sich zahlreiche Veckenstedter Vereine. Und sie ist noch keineswegs abgeschlossen. Das endgültige Sammel-Ergebnis werde laut Schulleiterin Undine Schaper erst Ende dieser Woche feststehen.

Der Schulleiterin, wie auch ihrem Amtskollegen von der Grovesmühle, Rolf Warnecke, sei es wichtig, allen am vierten Weihnachtsmarkt Beteiligten ausdrücklich zu danken. Das betreffe Eltern, Großeltern und Sponsoren ebenso wie Lehrer und Schüler. Ohne deren ungewöhnliches Engagement bereits im Vorfeld wäre dieser Nachmittag auf dem Kirchplatz keinesfalls in dieser Form machbar gewesen, so der Schulleiter des Landschulheims. Rolf Warnecke: "Was mich freut, ist die offensichtlich besonders enge Verbindung zwischen Grovesmühle, der Grundschule und dem Ort. Die Agrargenossenschaft bringt sich ebenso ein wie der ehemalige Bürgermeister Karl-Heinz Abel, der Weihnachtsbäume verkauft. Dieser Weihnachtsmarkt ist Ausdruck der großen Verbundenheit untereinander." Vom gemeinsamen Basteln der Kinder mit ihren Eltern in einem der vollen Klassenräume der Grundschule wurde rege Gebrauch gemacht.

Doch was wäre dieser Weihnachtsmarkt ohne die Programme in der Kirche. Dort hatte nicht nur der Veckenstedter Frauenchor zum Mitsingen eingeladen. Die Grundschule hatte zuvor ein beeindruckendes Weihnachtsmusical aufgeführt. Dabei ging es um die verschiedenen Weihnachtsbräuche in Europa. Auch zwei Schulklassen aus der Grovesmühle präsentierten sich später mit einem einstudierten Stück. Torsten Bertram aus Osterwieck auf die Frage, wie er den Markt denn findet: "Prädikat: einzigartig. Mehr kann man dazu nicht sagen."

 

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