Rübeland. In den Ortsteilen der Stadt Oberharz am Brocken wurden am gestrigen Volkstrauertag Kränze zum Gedenken an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie der Diktatur der Nationalsozialisten niedergelegt. So auch in Rübeland, wo sich Vertreter der Vereine, des Ortschaftsrates und der Freiwilligen Feuerwehr am Vormittag in der Kirche zu einer Andacht zusammenfanden.

Monika Köhler, Katechetin aus Hasselfelde, hielt in Vertretung von Pfarrer Christoph Gutsche die Andacht. Darin mahnte sie das Vermeiden jeglicher Gewalt und Kriegshandlung an. Dabei verlas sie einen Ausschnitt aus einem Soldatenbrief, in dem der Verfasser berichtete, dass er sich während der letzten Kriegstage einer Gruppe amerikanischer Soldaten ergeben hatte, obwohl er diese aus seiner sicheren Deckung hätte töten können.

Nach der Andacht legten Mario Hildebrandt als stellvertretender Ortsfeuerwehrchef und Rainer Kohlrusch als Vorsitzender des Schützenvereins einen Kranz am Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs nieder. Friedrich Marquordt blies dazu im Hintergrund auf seiner Trompete. Monika Badstübner sprach als stellvertretende Ortsbürgermeisterin und Vorsitzende des Sozialausschusses im Stadtrat die gedenkenden Worte. Anschließend tat sie dies noch einmal während der Kranzniederlegung im Ortsteil Neuwerk.

Die derzeit noch provisorische Gedenktafel aus Plastik, auf der die Namen der Kriegsopfer von 1914 bis 1918 genannt sind, soll übrigens baldmöglichst durch eine " echte " Tafel aus Granit oder Metall ersetzt werden. Das kündigte Ortsbürgermeister Uwe Anderfuhr während der Veranstaltung an. Die alte Marmortafel war während eines Sturms herausgerissen und zertrümmert worden.