Rübeland (gbr). Das gab es so auch noch nicht - herrliche Jagdhornklänge und eine Hubertusmesse untertage im Goethesaal der Baumannshöhle.

Die Jagdhorn-Bläsergruppe aus Eisenhüttenstadt gastierte dazu unlängst in der Tropfsteinhöhle und wurde mit Wohlwollen sowie viel Beifall belohnt. Auch das Konzert am Tag vor der Messe fand viel Zuspruch. Auf die Idee zum Konzert unter der Erde war der musikalische Leiter der Gruppe, Gerd Hoppe, schon vor vielen Jahren bei einem Besuch der Baumannshöhle gekommen. Nun endlich waren alle Kontakte geknüpft.

Ein "Hörerlebnis" mit Jägerlatein in der Pause

Die 13 Musiker von der Oder hatten ein reichhaltiges Programm im Gepäck. Sie spielten Jagdsignale und -lieder und klassische Werke auf verschiedenen Hörnern, vom Natur-horn bis zum Ventilwaldhorn.

Es erklang Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schubert und Robert Schumann. Auch der Jägerchor aus der Oper "Der Freischütz" von Karl Maria von Weber fehlte nicht. Und als Verbeugung vor dem Entdecker der Baumannshöhle, Bergmann Baumann, war zur Begrüßung das "Steigerlied" zu hören. Das Konzert wurde mit lautem Beifall bedacht. Kleines Problem am Rande: Wegen der Dunkelheit in der Höhle hatte das Publikum die Liedzettel nicht lesen und nicht so recht mitsingen können. Trotzdem war die Musik ein "wunderbares Hörerlebnis", wie jemand sagte.

Zwischen den Stücken gab es zudem lustige Geschichten in Jägerlatein, die zur guten Stimmung im Goethesaal untertage beitrugen. Das Ensemble verabschiedete sich schließlich mit dem Anton-Günter-Lied "Is Feierabend".