Freigegeben wurde gestern die Straße Wildenbach in Benneckenstein. Für rund 1 Million Euro entstand eine regelrechte Schmuckstraße, so Anwohner.

Benneckenstein. Langsam auf einer 1a-Straße mit schmucken Häusern zum Hallenbad gleiten - das ist seit gestern in Benneckensteins Straße Wildenbach möglich.

Die rund 340 Meter lange Trasse vom Max-Schmeling-Platz bis zum Harzbad wurde nach nur gut einem halben Jahr Bauzeit geprüft und freigegeben. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Kanäle sind saniert. Dabei wurde eine alte Führung des einst offenen Wildenbachs aus dem Boden entfernt und dessen Verrohrung in Ordnung gebracht.

Die Fahrbahn selbst wurde aufgearbeitet. 50 Parkflächen mit Natursteinpflaster entstanden, auch neue Gehwege, Einfahrten, neue Straßenlampen sind installiert. Die "Scharfe Ecke" nahe Harzbad wurde abgestumpft und die Zufahrt zu dem vielbesuchten Bad modern gestaltet. Rund eine Million Euro investierte die Stadt dafür, Fördergeld aus dem Konjunkturpaket II machte es möglich. Die Weichen hatte noch der alte Stadtrat Benneckensteins gestellt.

"Schauen Sie mal – ganz saubere Kanten hier an der Einfahrt, so schön war die Straße noch nie", lobt Anwohnerin Elfriede Hirschberg. Auch Martin Rußmann anerkennt die "saubere Arbeit" der Planer und Bauleute, aber die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h müsse besser eingehalten werden, fordert er. Das Verkehrsschild dazu steht klar am Max-Schmeling-Platz.

Es habe eine sehr gute Zusammenarbeit aller Baufirmen und beteiligten Ämter der Stadt Oberharz gegeben, wurde gestern bei der Freigabe mehrfach mit Dank an alle Beteiligten betont.

Vor allem Benneckensteins Ortsbürgermeister Hans-Herbert Schulteß bedankte sich bei Planern, ausführenden Firmen für die Leistung und auch bei den Anwohnern für ihr Verständnis. In den nächsten Tagen sollen noch 15 Lindenbäume gepflanzt werden. Benneckenstein sei wieder um einen schönen Straßenzug reicher, das Banddurchschneiden mache langsam Spaß, meinte Schulteß. Und Baubegleiter Frank-Jürgen Quittschorr lobt, dass einige Anwohner schon quasi den "Ball" aufnehmen und der Verschönerung der Straße die Verschönerung des eigenen Hauses folgen lassen: "So soll es ja sein."

Erst Anfang letzter Woche war die Wernigeröder Straße freigegeben worden. Nun werde für 2011 die Sanierung eines ersten Teils der Bergstraße angestrebt, vielleicht auch noch des Töpfermarktes, hieß es gestern. Denn da sehe es in etwa noch so aus wie früher in der Wildenbach. Übrigens

   

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