Sorgen um Bäume, Hinweise zu Straßenlampen und zu einem versperrten Wanderweg sowie Kritik an einer fehlenden Direktbuslinie nach Elbingerode – das ist die Bilanz der Ortschefsprechstunde mit der Harzer Volksstimme in Elend. Nächste Visite: 8. Dezember, 16 Uhr, in Königshütte.

Elend. Friedel Wagner ist der erste Besucher am Dienstagabend in der Sprechzeit von Ortschef Carsten Brett mit der Volksstimme.

Bürger Wagner merkt an, dass die Lindenbäume an der Hauptstraße (B 27) gepflegt werden müssten. Außerdem seien sie wohl nicht standsicher. "Doch, das sind sie", entgegnet Brett, Ortschef und als Forstmann gleich vom Fach. Einen Kronenschnitt aber könnten die Bäume vertragen. Sowie eine Hebebühne zu bekommen ist, soll die Baumpflege auch vorgenommen werden, sagt der Ortschef zu.

Bodeweg wird heller, Baum im Elendstal weg

Bernd Schuster weist dann darauf hin, dass im Bodeweg bereits um 23 Uhr die Straßenlampen verlöschen: "Zu früh", meint er. Die Lichtdauer soll nun den übrigen Lampen im Ort, also bis gegen 1 Uhr, angepasst werden, wird zugesagt.

Der nächste Besuch ist ein Doppelter. Lina Hahn und Karin Fuchs, über den Ort hinaus bekannte Zwillinge, schauen kurz bei "ihrem" Bürgermeister rein. Der Wanderweg nach Schierke ist durch einen umgefallenen Baum versperrt, informieren sie. Die Sperre werde umgehend beseitigt, so Brett.

Das zweite Problem ist schwieriger: "Es gibt keine direkte Busverbindung von Elend zum Zentrum unserer Stadt Oberharz", merkt das Zwillingspaar an. Das sei ein Problem für Einheimische, aber auch für Urlauber, schildern die beiden Frauen die Lage: "Wer von Elend per Bus ins kommunale Stadtzentrum Elbingerode fahren will, muss erst nach Wernigerode herunter fahren, umsteigen und wieder herauf." Und das, obwohl Elbingerode nur wenige Kilometer weit weg liege.

"In Elbingerode haben wir aber das Ärztehaus Oberharz, Apotheken, das Rathaus, das Krankenhaus, Einkaufsmöglichkeiten - da ist eine Busverbindung für die Bürger im Grunde unverzichtbar", kommentiert der Ortsbürgermeister das Anliegen der beiden Einwohnerinnen.

Carsten Brett verspricht, das Thema aufzugreifen und in die laufende Diskussion um Busverbindungen mit den Harzer Verkehrsbetrieben einzubringen. "Es betrifft ja nicht nur Elbingerode - die gleiche umständliche Fahrerei haben wir, wenn es nach Benneckenstein in die Schwimmhalle gehen soll oder in die Westernstadt bei Hasselfelde", so Brett. Beides gehöre zur Stadt Oberharz, sei aber per Nahverkehr nur umständlich zu erreichen.

"Ich sehe das Thema im Zusammenhang mit dem kostenlosen Urlauberticket, das wir in der Stadt gerade organisieren wollen", sagt Carsten Brett weiter. Das Ticket sei insgesamt gut, nütze in Elend aber keinem Urlauber so recht, wenn er damit in der gleichen Stadt nur auf Umwegen in einen anderen Ortsteil kommt. Das Stadtratsmitglied: "Da sehe ich schon noch Regelungsbedarf"

   

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