Der Wissenschaftspreis der Wernigeröder Stadtwerkestiftung geht in diesem Jahr an Ariane-Sissy Wagner. Während einer festlichen Veranstaltung im Rathaus hat Matthias Dockhorn für seine Dissertation einen erstmals vergebenen Sonderpreis erhalten.

Wernigerode l Der mit 3000 Euro datierte Wissenschaftspreis der Stadtwerke Wernigerode geht in diesem Jahr an die 28-jährige M. A. Ariane-Sissy Wagner. Sie hat an der Hochschule Harz ihre Masterarbeit über die Organisation von Veränderungen in Unternehmen geschrieben. Die gebürtige Wernigeröderin setzt seit Mai 2012 ihre wissenschaftliche Arbeit an der Universität Kassel, Fachbereich Humanwissenschaften, fort. Ihr Ziel ist, im Fach Psychologie ,2014 zum Dr. phil. zu promovieren. Ihr Dissertationsthema lautet: "Konflikte in internationalen Organisationen".

In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Axel Kaune vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz die sehr ausführliche wissenschaftliche Arbeit der Preisträgerin. Die junge Wissenschaftlerin war von der Jury, die von Prof. Dr. Helmut Tschäpe, ehemaliger Chef der Wernigeröder Außenstelle des Robert-Koch-Institutes, geleitet wird, einstimmig ausgewählt worden. Sie habe nicht nur eine anspruchsvolle wissenschaftliche Arbeit geschrieben, sondern auch einen Bezug zur Region Harz, Wernigerode und der Hochschule Harz hergestellt, hieß es zur Begründung. Die sehr ausführliche Arbeit gelange beispielsweise zu dem Schluss: Je ausgeprägter mit betroffenen Mitarbeitern im Veränderungsprozess kommuniziert wird, desto höher ist deren Beteiligung am Wandel. Je ausgeprägter die Beteiligung von Mitarbeitern im Veränderungsprozess ist, desto geringer ist das Auftreten von Widerständen und Konflikten im Wandel.

Im Beisein von Marco Tullner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt, übergaben Peter Gaffert, Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode (parteilos) und Vorstandsvorsitzender Stadtwerkestiftung, sowie Steffen Meinecke, Stadtwerke-Geschäftsführer, den diesjährigen Wissenschaftspreis. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz, gehörte zu den ersten Gratulanten. Die Geehrte, die sich auch in das Ehrenbuch des Oberbürgermeisters eintrug, bedankte sich mit herzlichen Worten. Sie würdigte all jene, die sie auf ihrem bisherigen Lebensweg unterstützt hatten. Danach, in gelöster Atmosphäre bei einem Glas Sekt, sprach Arianne-Sissy Wagner auch über die Verwendung des Preisgeldes. Sie werde es nutzen, um ihre wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen, kündigte sie an.

Matthias Dickhorn, der mit dem erstmals vergebenen Sonderpreis geehrt wurde, machte sich noch keine Gedanken über die Verwendung des Preisgeldes in Höhe von 500 Euro. Der gebürtige Hallenser hatte von 2003 bis 2007 in Wernigerode studiert und die Stadt als Diplom-Ingenieur verlassen. Ihn fasziniere, wie er nach der Ehrung sagte, zunächst einmal die festliche Atmosphäre während der Preisverleihung im historischen Rathaus.

Der Wissenschaftspreis war zum vierten Male verliehen worden. Alle eingereichten fünf Arbeiten erfüllten die Kriterien für die Auszeichnung, stellte die Jury fest. So waren die Nachwuchskräfte nicht älter als 40 Jahre und knüpften den geforderten regionalen Bezug.

Zu den Bedingungen der Preisvergabe gehört auch, dass die wissenschaftliche Arbeit in Wernigerode entstanden ist beziehungsweise die Forschungsthematik sich auf die Region Wernigerode bezieht. Auch im Jahr 2013 wird die hochkarätig besetzte Jury wieder zusammentreten. Denn während der Ehrung wurde bereits bekannt gegeben, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Wissenschaftspreis vergeben wird.