Wernigerode/Blankenburg (tk). Das Harz-Klinikum und die Gewerkschaft Verdi haben sich über einen Haustarifvertrag verständigt.

Verdi-Verhandlungsführer Thomas Mühlenberg hob hervor: "Es gibt zwei Gewinner." Das Tarifwerk schaffe zum einen für die mehr als 1000 Beschäftigten in Blankenburg und Wernigerode Planungssicherheit bei den wichtigen Fragen des Einkommens und der Arbeitsplatzsicherung. Mühlenberg zufolge seien auch betriebsbedingte Kündigungen laut Vertrag ausgeschlossen. Der Verdi-Funktionär schätzte zudem ein, dass der frühestens 2012 kündbare Vertrag dem kommunalen Krankenhaus "die finanzielle Grundlage für künftige Strukturveränderungen bietet, die wir als Gewerkschaft ausdrücklich begrüßen".

Wie Klinikum-Geschäftsführer Peter Redemann erklärte, gebe es im Harz-Klinikum bereits ein hohes Tarifniveau. Der neue Vertrag biete Regelungen, die weitere Einkommensentwicklung mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Hauses abzustimmen. Redemann: "Diese Flexibilität ist notwendig, weil die Spielregeln" der Finanzierung im Gesundheitswesen durch andere festgelegt werden." Auch er bezeichnete den Tarifvertrag als " in die Zukunft gerichtet. Er sichert die wirtschaftliche Entwicklung des Hauses und beteiligt unsere Mitarbeiter am Erfolg."

Laut Klinikchef entfalte der Vertrag bei hoch qualifiziertem Personal, beispielsweise bei examinierten Krankenschwestern oder Fachkrankenschwestern, eine besondere Wirkung. Redemann: "Die Sicherung unserer hohen medizinischen Versorgungsqualität steht und fällt mit der Gewinnung von gutem Fachpersonal."