Die Frage, die sich die Samsweger, aber auch die übrigen Schaulustigen am Sonntag stellten, war berechtigt: Steht eine erneute Volkswanderung ins Haus? Die unglaubliche Geschichte: Nach 2009 luden erneut die Samsweger Kremserfahrer, um ihre Leitfigur Mirko Schröder, zur Nikolausfahrt ein.

Von Karl-Heinz Klappoth

Samswegen. Auch wenn es erst zum zweiten Mal in den Colbitzer Winterwald ging, hatte es sich längst herumgesprochen: Es wird eine Fahrt, die sich lohnt. Und so wollten rekordverdächtige 200 Personen entweder vorne beim Kutscher oder auf einem der acht Kremsergespanne Platz nehmen. Bereits 15 Minuten eher, dies aus gutem Grund, setzte sich der Weihnachtsmann mit seinem Gefährt in Bewegung. Das Gerücht, dass er Renntiere angespannt haben sollte, war eines.

Als der große Treck den verschneiten Wald erreichte, wurde er von bekannten Klängen empfangen. Familie Stietzel stieß zur Begrüßung der Kremsergespanne in die Jagdhörner.

So blieb genügend Zeit für den Weihnachtsmann Geschenketüten für alle Kinder bereitzustellen. Es blieb nicht seine einzige Überraschung. Als besonderen Höhepunkt lud er die Teilnehmer zum Kampf um den Titel Kinderkremserkönig, Kremserkönigin und Kremserkönig. Bei den Jüngsten siegte Julian Guß. Karina Thoms aus Meitzendorf war bei den Frauen nicht zu schlagen. Was nicht verwundert, ist sie seit dem 22. November Chefin des Tourismusverbandes Colbitz-Letzlinger-Heide. Bei den Herren war Frank Wesche aus Samswegen eine Klasse für sich, darf sich nun Kremserkönig nennen

Kein Gerücht dagegen ist, dass die dritte Nikolausfahrt , die sich am 4. Dezember 2011 in Bewegung setzt, so gut wie ausgebucht ist. Doch selbst "Spätstarter", so Mirko Schröder, "haben noch eine Chance, notfalls spannen wir nächstes Jahr den einen oder anderen Kremser mehr an".

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