Wolmirstedt. Innerhalb der Stadtverwaltung wurden kürzlich die Gebühren für die Entsorgung des Niederschlagswassers neu kalkuliert (Volksstimme berichtete).

Möglich, dass die Neuberechnung ab 25. November Makulatur ist. Denn die Fraktions- und Ausschussvorsitzenden trafen sich am Dienstagabend zu einer Informationsveranstaltung mit Frank Wichmann. Der Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Wolmirstedt (WWAZ) informierte die Kommunalpolitiker darüber, wie sich die Rück-übertragung der Niederschlagswasserbeseitigung an seinen Verband finanziell für die Gebührenzahler sowie die Stadt auswirken könnte.

Diesen Vorgang hatten in der Vergangenheit unter anderem Ratsmitglied Klaus Mewes (Unabhängige Wählergemeinschaft Farsleben) sowie der beratende Bürger Norbert Franke vorgeschlagen. Verwaltung und Bürgermeister hatten den Vorschlag als nicht praktikabel abgetan. "Doch die Räte wollten, wie es auch Uwe Claus (CDU) in einem Antrag formuliert hatte, diese Alternative der Niederschlagswasserent-sorgung aufgezeigt haben", so Gerald Zimmermann (CDU). Nicht nur, dass die Gebührenzahler dadurch möglicherweise weiter sparen könnten. Die Rückübertragung der Leistungen brächte auch dem Stadt-säckel erhebliche Einnahmen.

"Wenn wir das Anlagevermögen, also die Leitungen, welche der Stadt gehören, an den WWAZ verkaufen, würde uns das eine große Summe bringen, mit der wir bei der Haushaltskonsolidierung ein ganzes Stück vorankommen", erklärt der Stadtratsvorsitzende die Hintergründe.

"Die Überlegung war von Anfang an, wo wir sparen, also den Haushalt entlasten könnten. Schließlich trägt das gerade in der Phase der Konsolidierung dazu bei, dass freiwillige Leistungen eher erhalten werden können", so Zimmermann. Die endgültige Entscheidung über die Niederschlagswasserentsorgung trifft der Stadtrat am 25. November.