Schüler des Internationalen Gymnasiums in Barleben haben 76 Pakete für hilfebedürftige Kinder gepackt. Sie wurden am Freitag von der Hilfsorganisation ADRA in Empfang genommen. Die kirchliche Einrichtung hilft Menschen – unabhängig von ihrer politischen und religiösen Anschauung oder ihrer ethnischen Herkunft. Im konkreten Fall wurde für die Einrichtung eines Rehabilitationszentrums für Kinder in der Ukraine gesammelt.

Barleben. Oft wird dem privaten Gymnasium am Breiteweg in Barleben von Außenstehenden geholfen. Erst jüngst bekam die Fachschaft Sport Bälle um Wertumfang von 450 gespendet. "Und weil man uns hilft, geben wir ein Stück Hilfe zurück", unterstrich Schulleiter Dr. Michael Kleinen am vergangenen Freitag vor Vertretern der Hilfsorganisation ADRA, "und zwar mit einer vorweihnachtlichen Paketaktion, in Gang gesetzt von unseren Schülervertretern."

Kindern in Regionen der Erde, denen es nicht so gut geht, wie jenen Mädchen und Jungen, die in Barleben eine staatliche Ersatzschule besuchen, soll mit dem Inhalt der Pakete geholfen und eine kleine Freude bereitet werden. Schülersprecher Robert Lange: "Wir haben von der Hilfsorganisation einige leere Muster-Kartons erhalten. Sie gilt es zu füllen."

Gefragt als Inhalt waren besonders ausgediente Spielsachen. Das Spielzeug sollte möglichst in einem ordentlichen Zustand und noch funktionstüchtig sein. Bald wurden die ersten von den Klassen geschnürten Pakete in der Schulleitung abgegeben. Am Ende wurde sogar die Zahl der von ADRA bereitgestellten Kartons knapp. Es musste nachgeordert werden. Michael Kleinen ist überzeugt, dass des Öfteren ein Stück Herz mit verschenkt wird. Sich von liebgewordenen Spielsachen zu trennen, fällt nicht immer leicht. Lukas aus der Klasse 9a verschenkt beispielweise einen Laster mit Bagger in Match- boxvariante. "Damit habe ich gerne gespielt. Ich hoffe natürlich, dass er einem Jungen in die Hände fällt, der sich genau so darüber freut wie ich damals, als mir meine Oma den Laster zum Geburtstag schenkte."

Wie Lukas hoffen auch die übrigen Mitschüler, dass die Geschenke ihren Empfängern viel Freude bereiten. Das Teilen hat den Jugendlichen offenbar Spaß bereitet. Sie legten viel Eifer an den Tag, um möglichst viele Kartons zu füllen. Zudem haben sie von ihren Taschengeldern noch 100 Euro in bar zusammengetragen.

Seit 1987 hat die deutsche Unterorganisation von ADRA in über 40 Ländern mehr als 3 000 Hilfsprojekte erfolgreich durchgeführt.