Tief " Petra " hat mit starken Schneefällen im Landkreis für teils erhebliche Beeinträchtigungen gesorgt. Auf der A 2 kam es zu einem Superstau mit bis zu 40 Kilometern Länge, der sich erst gestern Vormittag gegen 10 Uhr allmählich auflöste, auf den Straßen im Landkreis krachte es laut Polizei 35 Mal, es blieb zumeist bei Blechschäden. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz, um die Schneemengen beiseite zu räumen. Der Schülertransport funktionierte gestern früh, der Schulbetrieb war laut Kreisverwaltung nicht beeinträchtigt.

Landkreis Börde. " Wir waren im Dauereinsatz, rund um die Uhr ", sagte Betriebsleiterin Annelen Miehe gestern über den Winterdienst auf den Kreisstraßen am Donnerstagabend und gestern früh. Trotz der neuen Schneemengen habe es keine Straßensperrungen im Kreisgebiet geben müssen. Einzig die Straße von Unseburg nach Altenweddingen bleibe gesperrt. Sie war bereits am Mittwoch gesperrt worden. Eine Parallelstraße wird aber weiter beräumt. " Wenn wir wieder etwas mehr Zeit haben, werden wir uns auch um diese Straße kümmern ", so die Betriebsleiterin. Vorrang haben derzeit die anderen Kreisstraßen. Alles in allem habe der Winterdienst auf den Kreisstraßen aber geklappt, bilanzierte Annelen Miehe.

Im Dauerstress waren die Polizisten im Landkreis. Allen voran wohl die Beamten der Autobahnpolizei Börde in Irxleben. Sie hatten mit dem Superstau auf der A 2 die ganze Nacht über zu kämpfen. Die Lage war teils so dramatisch, dass sogar Spezialfahrzeuge der Landesbereitschaftspolizei

Magdeburg gestern früh gegen 5. 20 Uhr zum Einsatz kamen, um feststeckende Lkw anzuziehen und ihnen über eine Steigung bei Bornstedt zu helfen, sagte Autobahnpolizeisprecher Ronald Mandel gestern der Volksstimme. Nachdem so mancher Brummifahrer elf, zwölf Stunden im Stau festgesessen hatte, musste die Polizei gestern früh einige Fahrer in ihren Kabinen wecken, damit sie weiterfahren.

Hilfe bekamen die festsitzenden Lkw- und Autofahrer die ganze Nacht über von Helfern des DRK, des THW und Feuerwehren des Landkreises, die heiße Getränke und Decken verteilten und sonst mit Dingen aushalfen, die benötigt wurden. Die technische Einsatzleitung des Landkreises aus Zielitz und Farsleben kam zum Einsatz und richtete ihre Einsatzleitstelle bei der Feuerwehr in Uhrsleben ein. Von hier aus koordinierten sie die Hilfen, um die integrierte Leitstelle in Haldensleben zu entlasten. Der DRK-Betreuungszug war mit insgesamt 21 Helfern in der Nacht im Einsatz. Im DRK-Altenheim in Althaldensleben sowie in Walbeck wurde literweise heißer Tee gekocht, der dann auf der Autobahn verteilt wurde.

Während die Feuerwehren Uhrsleben und Alleringersleben auf der A 2 halfen, war die Feuerwehr Eimersleben auf der Bundesstraße 1 im Einsatz. Denn auf der Umleitungsstrecke hatte sich von Eimersleben bis zur Landesgrenze ebenfalls ein Stau gebildet. Die Eimersleber verteilten hier heißen Tee an Kraftfahrer, informierte die Einsatzleitstelle in Haldensleben gestern.

Auch die Polizisten vom Revier Börde in Haldensleben waren ordentlich gefordert. Sprecher Joachim Albrecht zählte am Donnerstag und gestern Vormittag insgesamt 35 glättebedingte Unfälle. Allein gestern Vormittag krachte es elf Mal. " Glücklicherweise blieb es in den meisten Fällen bei Blechschäden ", so Joachim Albrecht. Am frühen Morgen entspannte sich gestern die Lage ein wenig. Der Schülerverkehr funktionierte. " Uns sind keinerlei Beeinträchtigungen bekannt geworden. Weder vom Schülertransport, noch vom Schulbetrieb ", resümierte Kreis-Schulamtsleiter Heinrich Schulze.