Wolmirstedt (cl). Wenn die Diesterweg-Grundschüler mit ihren Eltern durch die Triftstraße fahren, erblicken sie voller Vorfreude die neue, bunte Fassade ihres Schulgebäudes, das seit Februar umgebaut wird. Eigentlich war geplant, dass die 190 Kinder und ihre Lehrer in den Winterferien aus dem Übergangsquartier an der Harnisch-Schule zurück in ihr eigentliches Gebäude können.

Doch daraus wird nichts. Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander und Schulleiterin Petra Heimlich informierten Ende vergangener Woche die Eltern darüber, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden kann. "Dafür gibt es mehrere Gründe", so das Stadtoberhaupt auf Nachfrage der Volksstimme. "Zum einen, dass sich – wie es bei alten Gebäuden immer wieder passiert – während der Baumaßnahme Dinge ergeben haben, die wir vorher nicht abschätzen konnten. Zum Beispiel, dass der gesamte Estrich entfernt und neuer eingebracht werden muss", so Zander. Als neuer Rückzugstermin werden jetzt die Osterferien anvisiert. "Wir haben schon mit der Busgesellschaft gesprochen, auch der Container bleibt. Und an der Harnisch-Schule fühlen sich nicht nur die Kinder, sondern auch das Kollegium willkommen", so Schulleiterin Petra Heimlich. Positiv an der Verzögerung sei aber, dass zum neuen Termin auch die Außenanlagen mit fertig werden, was man bis Februar nicht geschafft hätte.

Durch die weitere Anmietung des Container-Systembaus, der als Übergangs-Schulgebäude dient, entstehen Zusatzkosten von circa 4000 Euro pro Monat. "Den Hauptausschuss habe ich darüber bereits nichtöffentlich informiert. Außerdem wurde das Geld schon in den Haushalt aufgenommen", erklärte Zander, der genau wie die Baufirmen ein wachsames Auge auf die Witterungsbedingungen hat, die für den Fortgang der Maßnahme ebenfalls eine erhebliche Rolle spielen.