Seit einigen Wochen tüfteln drei Studentinnen der Fachrichtung Verwaltungswissenschaften an der Hochschule Harz an einem Marketingkonzept für die Stadt Zerbst. Katharina die Große soll dabei das Aushängeschild der Stadt werden.

Zerbst. Die Aufstellung des Katharina-Denkmals im Juli dieses Jahres brachte Anne Werner aus Zerbst, Anne Wald aus Wolmirstedt und der Dessauerin Carsta Müller die zündende Idee für ihre Marketing-Vertiefungsrichtung: Wir erarbeiten ein Marketingkonzept für die Stadt Zerbst.

"Unser Konzept soll umsetzbar sein"

Schließlich lautet die Se-mester-Aufgabe in diesem Studienmodul: ein Marketingkonzept für eine kulturelle Einrichtung oder eine Stadt erarbeiten.

"Ich bin Zerbsterin und das Katharina-Denkmal ist für mich von großem Wert", erzählt Anne Werner. Seit 14 Tagen sammeln die drei Frauen nun Ideen, wie das Konzept aus-sehen soll, wie das Image der Stadt verbessert werden kann, knüpften erste Kontakte mit der Stadtverwaltung Zerbst sowie dem Katharina-Verein. "Unser Konzept sieht vor, dass wir die Stadt unter dem Leitbild des Katharina-Denkmals vermarkten wollen", erklärt Anne Werner. Dazu gehöre auch das Einbeziehen der Katharina-Sammlung, der Stadthalle, der Stadtmauer und vielem mehr.

"Wichtig ist, dass unser Konzept am Ende auch umsetzbar ist", betont die 24-Jährige. Die Maßnahmen, die die Frauen für die Vermarktung der Stadt erarbeiten werden, sollen durch die Stadt umsetzbar sein. "Deshalb wollen wir uns auch so früh wie möglich mit Vertretern der Verwaltung abstimmen und zusammenarbeiten."

Dabei laufen die Frauen zumindest bei der Stadt offene Türen ein. Am Freitagvormittag wird Kulturamtsleiter Andreas Dittmann sich Zeit für ein Gespräch nehmen. Danach sind die Zerbster gefragt, das ehrgeizige Projekt der drei Stu-dentinnen zu unterstützen. Ab 15 Uhr werden sie mit einem Stand samt Plakat vor dem Edeka-Center stehen und eine Umfrage starten. "Dabei bleibt das Thema Katharina allerdings erst einmal außen vor", sagt Anne Werner. Die jungen Damen wollen vielmehr wissen, was die Zerbster Schönes an ihrer Stadt finden. Was sie sich für die Entwicklung wünschen und was sie von Katharina im Allgemeinen halten. "Wir erhoffen uns neue Ideen und Vorschläge der Befragten für unser Konzept." Vielleicht kommen auch neue Kontakte zustande.

"Am 17. Dezember ist Abgabe"

Die Auswertung der Umfrage erfolgt zeitnah, da das Konzept bis zum 17. Dezember stehen muss. "Dann ist Abgabe." Es gilt bis dahin einen Projektbericht zu verfassen, das Marketingkonzept zu erarbeiten und das Ganze mit einer Präsenta-tion an der Hochschule vorzutragen.

Die drei Studentinnen treffen sich, um das Pensum zu schaffen, mehrmals unter der Woche – zusätzlich zu den veranschlagten acht Semesterwochenstunden. "Im Moment kümmere ich mich um die Kontakte vor Ort", erklärt Anne Werner. Anne Wald recherchiert die Geschichte Katharinas, Carsta Müller informiert sich über die Geschichte der Stadt sowie die vorhandenen touristischen Angebote und deren Vermarktungsstrategien. "Aber eine feste Arbeitsteilung gibt es nicht", betont Werner. Schließlich ist die Erarbeitung des Konzeptes echtes Teamwork.