Eine von der IMG – Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH –organisierte Pressereise führte zahlreiche Journalisten von Fachzeitschriften in die Werkzeugmaschinenfabrik (Wema) nach Zerbst. So konnte auch Jens Schulze, Journalist aus Stuttgart, einen Blick hinter die Kulissen werfen. Einzigartige Technik und innovative Maschinen brachten ihn dabei zum Staunen.

Zerbst. "Richtig spektakulär ist das jetzt aber nicht", sagt Jens Schulze zu einem Kollegen. Mit zwei Kameras um der Schulter steht er in der Eingangshalle der Wema. Farblose Wände, helles Licht und ein paar Bauteile rechts und links neben ihm. Seine Blicke schweifen in alle Richtungen auf der Suche nach dem Highlight. Doch das muss warten ...

Erik Muhme, Kaufmännischer Leiter der EMAG, und Oliver Hagenlocher, Presseverantwortlicher der Firma, begrüßen die Journalisten und eröffnen die Veranstaltung mit einer halbstündigen Präsentation. Seit 1994 gehört die Zerbster Werkzeugmaschinenfabrik zu dieser Gruppe und das mit großem Erfolg. "Mit hohen Investitionen wurde dieser Standort hier zum zentralen Produktionsunternehmen der Firmen- gruppe umgebaut", erzählt Hagenlocher. Erstes Raunen unter den Journalisten. "Wie hoch war denn die Investition?", fragt Schulze mit großen Augen, ohne eine Antwort zu bekommen. Historische Daten und allgemeine Fakten zur Unternehmensgruppe und zur Wema Zerbst werden referiert.

Kaum aus dem Konferenzraum raus, schnappt sich der Stuttgarter Journalist den Leiter des Bereiches Montage, Dietmar Wollschläger, um keine Information zu verpassen. "Wo gehen wir hin? Was gucken wir uns an?", löchert er den Montageleiter. Die Führung beinhaltet alle Bereiche der Anlage. Es geht von der Vormontage in die Gießerei. Anschließend vom Bereich der Endmontage in die Lehrwerkstatt.

"Hier nicht fotografieren", ermahnt Wollschläger den Journalisten, der sich gerade bereitgestellt hat und hektisch das Blitzlicht auf seine Kamera montiert. "Hier werden Räder gefertigt. Die Maschine soll Geheimsache bleiben", erklärt der Montageleiter. Die Räderprobleme beim ICE haben dazu geführt, dass EMAG-Maschinen bestellt worden sind, um Mikrorisse an den Rädern per Lasermessung auszuschließen. "Insgesamt rund 80 Prozent unserer Projekte unterliegen der Geheimhaltung", erklärt Hagenlocher dem Journalisten.

"Es ist überhaupt nicht laut", stellt Schulze beim Rundgang verwundert fest. "Bei einer Werkzeugmaschinenfabrik hab ich viel mehr Lärm erwartet." Ein schelmisches Lachen von Hagenlocher ist fast Antwort genug. "Hier wird viel mit Lasertechnik gearbeitet, so dass kaum Lautstärke entsteht. Die Maschinen sind so erstellt, dass in einem Prozess das fertige Werkstück hergestellt wird. In dieser Form ist das einzigartig." Dem Stuttgarter Journalist bleibt nichts mehr übrig als staunen.

Letzte Station der Tour ist die Gießerei. "Beim normalen Gießprozess mit Stahl könnten sie hier gar nicht stehen. Da sind Temperaturen von 1200 Grad im Spiel", sagt Wollschläger. "Beton", stellt Schulze fest und streift mit seiner Hand über das Werkstück. "Genau, unsere Teile bestehen aus einer Betonform, die es möglich macht, nur bei 45 Grad Celsius zu arbeiten", ergänzt der Presseverantwortliche.

Gegen Mittag ist die Tour beendet, die Journalisten steigen in den Bus und begeben sich zur nächsten Station. Jens Schulze verweilt mit staunendem Blick. "Technik, die begeistert", sagt er und steigt ein.

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