Der Rassekaninchenzuchtverein G377 Zerbst konnte am vergangenen Wochenende 162 Besucher bei der 2. offenen Lokalschau begrüßen. Ein Erfolg an sich. Aber auch in Sachen Nachwuchs hat sich etwas getan – neu im Verein ist die 31-jährige Kathleen Malig. Eine weitere junge Frau plant, Mitglied zu werden.

Zerbst. Auch diese Schau der Rassekaninchen kann als Erfolg verbucht werden, sind sich Vereinsvorsitzender Hans-Joachim Heinemann und Ausstellungsleiter Walter Schneider einig. Und dazu beigetragen haben am vergangenen Wochenende auch Kathleen Malig und Simone Schneider. Kathleen ist eine Neueinsteigerin.

"Im nächsten Jahr werde ich durchstarten."

Die Dessauerin ist mit ihren 31 Jahren zwar noch keine Fachfrau und in Sachen Züchtung fehlt ihr auch noch eine große Portion Wissen, doch sind die Anfänge gemacht. "Zwar liebe ich schon seit vielen Jahren weiße Häsinnen mit blauen Augen, doch bin ich nun seit diesem Jahr Mitglied im Verein und damit erstmals aktiv geworden", so Kathleen. Ihr ehrgeiziges Ziel: "Im nächsten Jahr werde ich durchstarten."

Und auch Simone hat sich der Kaninchenzucht verschrieben. Aber die Garitzerin ist noch kein Mitglied, will aber ab dem 1. Januar dann auch offiziell dazugehören. "Mein Vater ist hier integriert und stellt auch einige seiner 30 Tiere aus", berichtet die – wie sie sagt – "Tochter des Züchters".

Die 27-jährige Garitzerin sieht sich zurzeit mehr als Mitläuferin oder spätere Nachfolgerin und arbeitet sozusagen mehr im Hintergrund mit. Dabei saß sie auch während der Lokalschau an der Kasse, denn auch das ist eine Aufgabe, wofür Leute gebraucht werden.

Wie sagte doch zur Eröffnung Bürgermeister Helmut Behrendt: "Hier sieht man, wie stark die Kaninchenzucht in unserer Region verankert ist." So gibt jede Wertung der Tiere durch die beiden Preisrichter – ganz gleich wie sie ausfällt – wertvolle Hinweise für das kommende Zuchtjahr.

Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. So konnten am Sonntagnachmittag kurz vor Ausstellungsende als Höhepunkt der zweitägigen Schau wieder zahlreiche Urkunden und Pokale vergeben werden. Die beiden Preisrichter Helmut Halupka aus Genthin und Reinhard Meyer aus Jerichow gaben nach intensiver Begutachtung ihre Wertungen ab. Dabei vergaben sie vorwiegend die Prädikate "Vorzüglich" (drei Mal), "Hervorragend" (20 Mal) und "Sehr gut" beziehungsweise "Gut".

"Die Schau sahen am Wochenende 126 Besucher."

Der Landesverbandsehrenpreis sowie die Stiftungspokale sprechen für sich. Als Vereinsmeister der Lokalschau konnte Rosemarie Neumann beglückwünscht werden. Zusätzlich erhielt sie den Wanderpokal für die beste Zuchtleistung 2010 und weitere Preise. Damit war sie eine der erfolgreichsten Züchterinnen der Veranstaltung. Wilfried Belger nahm den Wanderpokal in der Kategorie "Beste Jungtiere" mit nach Hause.

"Insgesamt sahen die Schau am Wochenende 162 Besucher", resümiert Hans-Joachim Heinemann.

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