Loburg/Schweinitz/Zeppernick (pwi). Wenn morgen der Stadtrat von Möckern zur Sitzung zusammenkommt, dann geht es unter anderem um die Entscheidung, die Baumschutzsatzung der Stadt Möckern aufzuheben oder nicht.

Die Loburger Bürgervertreter hatten sich eindeutig gegen die Aufhebung ausgesprochen, fürchten um den Bestand ihrer alten Bäume. Auch in Schweinitz war das Votum einstimmig gegen die Aufhebung ausgefallen, in Hobeck gab es sieben Ja-Stimmen, in Zeppernick war man geteilter Meinung mit drei Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Aber auch in den vielen anderen Ortschaften, die zur Stadt Möckern gehören, wurde die Baumschutzsatzung kontrovers diskutiert.

Es sei gut, dass auch andere Ortschaften die Aufhebung abgelehnt haben, äußerte sich Dr. Christoph Kaatz zur Problematik. Auch habe die Teilnahme vieler Bürger an der Sitzung des Loburger Ort- schaftsrates zu diesem Thema gezeigt, wie wichtig es den Loburgern ist. Nun bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung im Stadtrat ausfällt.

Der Sprecher des ökologischen Beirats von Loburg kann dazu noch ein ganz besonderes Beispiel geben, wie anderswo ein Aufwand betrieben wird, um eine alte Sommerlinde zu erhalten. Es ist der älteste Baum in Jena, der da vor einem Hotelbetrieb steht. Das Alter wird zwischen 400 und 500 Jahren geschätzt – ein Naturdenkmal. Der Baum kennt berühmte Menschen, wie Luther, Goethe, Schiller oder Napoleon, hat verheerende Kriege überstanden. Nur äußerst selten zeigt eine Linde in diesem Alter noch solche Lebenskraft.

Für die Loburger Linden am Münchentor ist es zu spät. Zumindest soll es aber einen Termin mit dem Ökologischen Beirat geben, um sich die Bäume anzuschauen, die als nächstes auf der Liste der Verwaltung stehen. Und auch die Ersatzpflanzungen sind gut zu überlegen.