Möckern/Loburg. Mehrere Vorschläge hat die Fraktion Wählergemeinschaft/FDP im Stadtrat Möckern gemacht, um die Arbeit des Ordnungsamtes zu verbessern. So wird etwa beantragt, dass Ortschaftsräte Hinweise zur Nichteinhaltung der Straßenreinigung und des Winterdienstes an das Ordnungsamt weiterreichen und das Amt so personell entlasten. Dazu sollen Formulare verwendet werden, die dem Antrag der Fraktion beigefügt wurden. Die Formulare können nach Vorschlag der Fraktion auch dann Anwendung finden, wenn es etwa um illegale Müllentsorgung, unerlaubte Sondernutzungen (etwa des Gehweges) oder defekte Straßenbeleuchtung geht. Damit der Einreicher des Formulares auch weiß, ob und wie weit sein Hinweis bereits bearbeitet worden ist, kann das Ordnungsamt den Stand der Abarbeitung auf dem unteren Teil des Formulares vermerken und dem Einreicher zeitnah zurücksenden. So sei auch gesichert, dass Informationen an die Ortschaftsräte gelangen, heißt es in dem Antrag der Fraktion.

Konjunkturpaket sorgt für Personalprobleme

In der Vergangenheit hatten oftmals Ortschaftsräte bemängelt, dass das Zusammenspiel zwischen Ortschaftsrat und Verwaltung schlecht bis gar nicht funktionierte. Aus diesem Grunde hatte Bürgermeister Frank von Holly zu Beginn der jüngsten Stadtratssitzung über dieses Problem und die künftige Organisation der Verwaltung berichtet. Dabei ging er auch auf die Kritik an der schleppenden Arbeit des Bauamtes ein. Dabei machte der Möckeraner Stadtchef deutlich: "Ohne die überraschend hinzugekommenen Aufgaben des Konjunkturpaketes hätten wir diese Personalprobleme nicht." Zu den vorgeschlagenen Formularen sagte der Stadtbürgermeister, diese Formulare gebe es bereits und sie würden mit Erfolg eingesetzt.

Ein weiterer Vorschlag der Fraktion Wählergemeinschaft/FDP beschäftigt sich mit der Möglichkeit, künftig mehr auf die Vorteile des Internets zu setzen, etwa bei der Einladung zu Sitzungen und den Niederschriften der Ausschüsse, damit so Papier gespart werden könne.

Lieber öfter den Stadtrat einberufen

In einem dritten Antrag ging es der Fraktion um eine künftig strengere Regelmäßigkeit bei der Terminierung der Sitzungen von Stadtrat und Ausschüssen. Dabei solle mindestens alle zwei Monate eine Stadtratssitzung einberufen werden. Nur so sei gewährleistet, dass die immer umfangreicheren Sitzungsunterlagen von den Ratsmit-gliedern zuvor auch angemessen durchgearbeitet werden können.